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Biotin
Langes, geschmeidiges Haar, gesunde Haut – das wünscht sich jede Frau. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet neben dem Spurenelement  Zink und der Folsäure ein weiteres B-Vitamin: Biotin. Auf Grund seiner positiven Wirkung auf Haut und Haar wird es oft auch als Vitamin "H" bezeichnet.

Geschichte des Biotins
Obwohl die Wirkung von Biotin schon lange vorher bekannt war, wurde die chemische Struktur erst  im Jahr 1940 entdeckt. Hinweise darauf, wie wichtig das Vitamin für uns ist, ergaben Fütterungsstudien an Labortieren und später am Menschen. Die Gabe von rohem Eiweiß führte zu einem Biotinmangel. Man stellte fest, dass sich Biotin an das Protein(Eiweißstoff) Avidin im rohen Hühnereieiß so fest bindet, dass es vom Körper nicht mehr aufgenommen werden kann. Erst durch das Kochen des Eis wird das Avidin zerstört und Biotin wird  für den Körper wieder verfügbar.  Diesen wichtigen Zusammenhang sollten Menschen, die gerne Speisen mit rohen Eiern essen nach wie vor berücksichtigen.

Was ist Biotin?
Biotin gehört zur Gruppe der B-Vitamine und ist wie alle anderen Vertreter des B-Komplexes wasserlöslich.
In der Nahrung, insbesondere in tierischen Lebensmitteln, ist das Vitamin vorwiegend an Proteine gebunden. Deshalb muss es durch ein Enzym, die Biotinidase, abgespalten werden, damit es im Dünndarm aufgenommen werden kann. Unser Körper kann zwar durch Mikroorganismen im Dickdarm auch selbst Biotin herstellen, allerdings ist noch unklar in welcher Menge.

Wofür braucht der Körper Biotin?
Biotin ist vor allem durch seine Funktion als Coenzym bekannt, d.h. es unterstützt Enzyme bei ihrer Arbeit in vielen Stoffwechselvorgängen. So ist es am Auf- und Abbau von Fettsäuren beteiligt. Besonders hervorzuheben ist hier der Aufbau von Omega-3-Fettsäuren, deren positiver Einfluss auf die Gesunderhaltung von Nervenzellen und Gefäßen hinreichend untersucht wurde. Außerdem ist Biotin für den Aufbau von Glucose im Körper mitverantwortlich.

Dies ist von großer Bedeutung, wenn dem Körper schnell Energie in Form von Zucker bereitgestellt werden soll. Eine wichtige Funktion hat Biotin vor allem auch im Zellstoffwechsel. So ist es maßgeblich an der Zellteilung und somit auch  am Zellwachstum beteiligt. Durch diese Funktion ergibt sich das Einsatzgebiet des Vitamins zur Erhaltung gesunder Haut, Haare und Nägel. Klinische Studien haben gezeigt, dass Biotin Stärke und Dicke der Nägel verbessern kann sowie Splittern reduziert.

Wieviel Biotin soll man einnehmen?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE empfiehlt für gesunde Erwachsene eine Zufuhr von 30  60 Mikrogramm am Tag. Diese Werte werden in der Regel durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung erreicht. Trotzdem erweist sich die Ergänzung des Vitamins durch hochwertige Präparate unter besonderen Umständen als sinnvoll. Allen voran hat sich der Einsatz bei sprödem Haar, rissiger Haut und brüchigen Nägeln bewährt.
Eine Obergrenze für Biotin gibt es nicht, selbst bei Gaben im zweistelligen Milligrammbereich (200-fache Tagesdosis) sind keine negativen Folgen bekannt.

In welchen Lebensmitteln befindet sich das Vitamin?
Biotin kommt sowohl in Lebensmitteln tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs vor. So enthalten 150 Gramm Erd- oder Walnüsse, 85 Gramm Sojabohnen, 200 Gramm Haferflocken oder 60 Gramm Kalbsleber den Tagesbedarf an Biotin. Des Weiteren befinden sich nennenswerte Mengen in Bierhefe, Avocado, Champignons, Eiern und Milch.

Wechselwirkung mit Arzneistoffen:
Bestimmte Diuretika (entwässernde Mittel) führen zu einer erhöhten Biotin-Ausscheidung.
Antibiotika hemmen die Biotin- Synthese durch Darmbakterien.

Zusammenfassung:
Mit einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung kann man seinen Biotin-Bedarf decken. Bestimmte Personengruppen, wie zum Beispiel stillende Frauen oder Raucher sollten jedoch auf eine ausreichende Biotin-Versorgung achten.

Literatur
Taschenatlas der Ernährung
Hans Konrad Biesalski, Peter Grimm
Thieme-Verlag, 2. Auflage, 2002

Handbuch Nährstoffe
Dr. Lothar Burgerstein
Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung: Alles über Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe
Trias-Verlag, 12. Auflage, 2012

Katrin Ottinger


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