Datenschutz  |  Kontakt  |  Impressum  |  Newsletter  
Aktuelles Produkte Vorsorge Service Apotheke Kosmetik Versand
 

Aktuelles

Thema des Monats
Aktuelle Sonderangebote
Nährstoff-ABC
Aktuell - Kalium
Klösterl-Seminarräume
Gesundheit im Radio



Für Ihre Bestellung

Bestellformular


 Aktuelle Übersicht


 Servicebox



Klösterl-Apotheke

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag

9:00 Uhr - 19:00 Uhr

Samstag
10:00 Uhr - 16:00 Uhr


Telefon:
+49/89/54 34 32-11



Klösterl Kosmetik
Montag bis Freitag:
  9:00 Uhr - 12:00 Uhr
14:00 Uhr - 18:30 Uhr



Unsere Anschrift




 

Der mikrobiologische Gesundheitsvorteil
Unsere Rubrik "Nährstoff-ABC" haben wir diesmal etwas weiter gefasst: Unter probiotischen Bakterien versteht man lebende Mikroorganismen, hauptsächlich Milchsäurebakterien, die sich im Darm vermehren und einen gesundheitlichen Nutzen bringen - soweit die Definition. Der Begriff begegnet einem sowohl im Supermarkt bei den probiotischen Lebensmitteln als auch in der Apotheke bei Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln. Wie der lateinische Name „für das Leben“ schon vermuten lässt, sind sie wohl "irgendwie gut" für den Körper.

Unser Darm ist ein komplexes Ökosystem mit vielen verschiedenen Mikroorganismen. In einer perfekten Symbiose arbeiten diese Bakterien für ihren Wirt - den menschlichen Körper - und übernehmen wichtige Stoffwechselaufgaben. Über 100 Billionen wertvolle Bakterien bevölkern unseren Darm. Das Gesamtgewicht dieser Darmflora beträgt bei Erwachsenen zwischen 1 und 1,5 Kilogramm. Wie ein lebender Schutzwall besiedeln die Bakterien die Oberfläche der Darmschleimhaut und dämmen die Ansiedlung und Vermehrung von Krankheitserregern ein, indem sie ihnen Lebensraum und Nährstoffe streitig machen.

Der Darm - das größte Immunsystem
In der Darmschleimhaut befinden sich 70 Prozent der körpereigenen Immunzellen, die den Großteil aller Antikörper bilden. Eine wichtige Aufgabe dieses Darm-Immunsystems ist es, zwischen guten und schlechten Bakterien zu unterschieden und potentielle Krankheitserreger abzuwehren. Denn die „guten“ Darmbakterien haben eine Reihe lebensnotwendiger Aufgaben: Neben der Mitwirkung am Immunsystem fördern sie die Aufspaltung der Nahrung und vergrößern so die verwertbaren Nahrungssubstanzen. Ferner wird auch die Darmbewegung (Darmperistaltik) angeregt. Die gute Darmflora liefert zudem eine Vielzahl von Enzymen, wandelt Nahrungsbestandteile um und produziert auch Vitamine und Energie für die Zellen der Darmwand.

Ein empfindliches Ökosystem
Bei dieser engen Zusammenarbeit zwischen Darmzellen und Darmbakterien ist es leicht vorstellbar, dass dieses Gleichgewicht sehr empfindlich auf Veränderungen reagiert. Alle Einflüsse, die die natürliche Darmflora verändern, wirken sich somit auf Immunsystem, Verdauung und Nährstoffversorgung aus. Dabei kann nicht nur eine ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel die Darmflora in ihrem natürlichen Gleichgewicht stören, auch psychischer und körperlicher Stress (zum Beispiel Kälte, Übermüdung, beruflicher oder privater Druck) kann die Darmflora aus dem Takt bringen.

Ebenso kann diese sich mit zunehmendem Lebensalter verändern, denn in den reiferen Lebensjahren verringert sich die Menge der nützlichen Bakterien im Darm. Auch eine gezielt herbeigeführte Darmentleerung, etwa vor einer Darmspiegelung oder zu Beginn des Heilfastens, belastet die Darmflora. Ebenso verhält es sich mit infektiösen Magen-Darm-Erkrankungen, die im Herbst gehäuft auftreten, dadurch wird die gute Darmflora ebenfalls angegriffen und geschädigt.

Antibiotikatherapie und die Folgen
Das nasskalte Wetter draußen und die meist trockene, überhitzte Raumluft im Inneren erhöhen jetzt die Infektanfälligkeit. Wer dann ein Antibiotikum benötigt, sollte gleichzeitig auch noch an seine Darmbakterien denken. Antibiotika bekämpfen nicht nur bakterielle Krankheitserreger, sondern greifen gesunde Darmbakterien, die für ein funktionierendes Immunsystem lebensnotwendig sind, ebenfalls an. So klingen mit Antibiotika bakterielle Infekte zwar rasch ab, doch der geschwächte Darm führt bei den Betroffenen häufig zu Durchfällen. In der Folge kann dann die gestörte Darmflora Ursache für eine höhere Infektanfälligkeit sein.

Unsere Empfehlung
Bei einer akuten Belastung der Darmflora, zum Beispiel durch Antibiotikaeinnahme oder anhaltenden Stress, verbunden mit ungesundem Essverhalten empfiehlt es sich, aktiv zu werden. So kann die begleitende Einnahme von probiotischen Mikroorganismen die angegriffene Darmflora stärken und regenerieren. Dadurch werden Lücken in der gesunden Darmflora rasch wieder aufgefüllt.
Eine Unterstützung mit natürlichen Darmbakterien stärkt auch das Immunsystem, diesen Schluss lassen zahlreiche Hinweise aus einer langen Anwendungstradition in der Volksmedizin und in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde zu.

Hinweis: Sehr kritisch erkrankte Patienten und Personen mit unterdrücktem Immunsystem sollten vor der Einnahme von probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln immer Rücksprache mit ihrem Arzt nehmen.


Maria Hoderlein


Druckversion