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Jod – ein lebensnotwendiges Spurenelement
Zur Oktoberfestzeit konnte man sie wieder häufig sehen: die Kropfbänder. Was heute modisches Trachten-Accessoire ist, diente vor Jahrzehnten noch dazu, einen Kropf oder eine unschöne Kropfnarbe zu verdecken. Lange war die Ursache für diese Erkrankung nicht bekannt. Heute weiß man, dass es mit der Jodversorgung zu tun hat.

Wofür brauchen wir Jod?
Jod gehört zu den lebensnotwendigen Spurenelementen, die in ausreichender Menge über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Über den Magen-Darm-Trakt gelangt Jod zunächst ins Blut und dann in die Schilddrüse. Hier erfolgt der Einbau in die Schilddrüsenhormone T3 und T4. Die Schilddrüse kann die Jodaufnahme dem Angebot anpassen und das vorhandene Jod speichern.

Die Schilddrüsenhormone beeinflussen entscheidend den gesamten Stoffwechsel: zum Beispiel den Sauerstoffverbrauch der Zellen, die Verstoffwechslung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen, also den gesamten Energiestoffwechsel, die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems und des Magen-Darm-Traktes, Wachstums- und Differenzierungsvorgänge sowie die geistige Entwicklung bei Ungeborenen und Kindern.

Die Wirkungen der Schilddrüsenhormone sind über hormonelle Regelkreise auch mit anderen Hormonsystemen eng verflochten.

Wie hoch ist der Jod-Bedarf?
Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) benötigen Jugendliche und Erwachsene täglich 180 bis 200 Mikrogramm, Schwangere 230 und Stillende sogar 260 Mikrogramm. Etwa die Hälfte davon decken wir mit der Ernährung.
Personen, die unter einer Autoimmunerkrankung (Thyreoiditis Hashimoto oder Morbus Basedow) Hashimoto oder einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, sollten Vorsicht walten lassen.

Vorkommen von Jod
Ganz Nord- und Mitteleuropa gelten als Jodmangelgebiete. Da viele Jodverbindungen sehr gut wasserlöslich sind, werden sie durch Niederschläge leicht aus dem Boden herausgelöst und über Flüsse ins Meer ausgeschwemmt. Dies passierte in großem Ausmaß bei der Gletscherschmelze nach der letzten Eiszeit. Gerade Hochgebirgs- und Bergregionen wie die Alpenländer und das Voralpenland gelten daher als besondere Jodmangelgebiete. Böden und Oberflächenwasser sind sehr jodarm, entsprechend auch die landwirtschaftlichen Erzeugnisse und die Süßwasserfische. Um dem entgegenzuwirken, werden Speisesalz und Futtermittel für Nutztiere mit Jod angereichert, was die Jodversorgung der Bevölkerung verbessert hat.
Von Natur aus jodreich sind Seefisch und andere maritime Produkte wie Muscheln und Algen.

Was ist ein Kropf?
Eine tastbare, sichtbare und/oder mit Ultraschall messbare Vergrößerung der Schilddrüse bezeichnet man unabhängig von ihrer Ursache als Kropf (medizinisch als Struma). Die mit Abstand häufigste Ursache für einen Kropf ist Jodmangel. Aufgrund dieses Defizits versucht die Schilddrüse, das wenige vorhandene Jod bestmöglich zu verwerten. Um dem Bedarf an Schilddrüsenhormonen gerecht zu werden vergrößert sich das Gewebe.

Wie kann man Jod ergänzen?
Üblicherweise wird Jod als Kaliumjodid in Tablettenform eingenommen. Eine pflanzliche Jodquelle stellen Meeresalgen dar. Vor allem die Braunalge Kelp ist besonders mineralstoff- und jodreich. Dieses organisch gebundene, natürliche Jod kann vom Körper gut aufgenomen werden.

Fazit
Gerade in Zeiten mit erhöhtem Jodbedarf, also in der Schwangerschaft, Stillzeit und in der Pubertät sollte man auf eine ausreichende Jodzufuhr achten. Auch Vegetarier und Veganer sollten ihre Jodversorgung im Blick haben.

Denn die alte Redewendung "überflüssig wie ein Kropf", die etwas Unnötiges oder Sinnloses bezeichnet, gilt ganz wörtlich auch für die Folgen eines Jodmangels. Gerne beraten wir Sie persönlich, wie Sie sich mit dem Nährstoff Jod bestmöglich versorgen können.

Maria Hoderlein



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