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Vitamin B1 (Thiamin)
Vitamin B1, oder auch Thiamin genannt, ist das Vitamin aus der Gruppe des B-Komplexes, dessen essentieller Charakter uns am längsten bekannt ist. In Folge eines schweren Mangels kommt es zu neurologischen Störungen und zur Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-Systems - medizinisch Beriberi genannt. Die Beriberi-Krankheit wurde bereits im Jahr 2600 v. Chr. dokumentiert. Einfache Experimente mit Fütterungsstudien an Hühnern konnten schließlich im 19. Jahrhundert den eindeutigen Zusammenhang zwischen einem Mangel und der Erkrankung wissenschaftlich belegen.

Wofür brauche ich Vitamin B1?
An erster Stelle brauchen wir Thiamin, wie auch alle anderen B-Vitamine, für ein intaktes Nervensystem. Es unterstützt den Aufbau von Neurotransmittern und übernimmt eine wichtige Rolle bei der Informationsübertragung in den Neuronen. Auch im Energiestoffwechsel ist es von großer Bedeutung. So ist Vitamin B1 am Aufbau verschiedener Zucker, und somit Energielieferanten, im Körper beteiligt. Außerdem benötigen wir das Vitamin für die Synthese von Proteinen, allen voran dem Kollagen, welches beispielsweise die Wundheilung fördert.

Wieviel soll ich zu mir nehmen?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 1 mg pro Tag für Frauen bzw. 1,2 mg pro Tag für Männer. Schwangere und Stillende benötigen mit 1,2 mg bzw. 1,4 mg pro Tag ein wenig mehr.

Im Gegensatz zum Vitamin B12 wird Thiamin, wie auch alle anderen B-Vitamine, nur in geringen Mengen im Körper gespeichert. Deshalb ist es empfehlenswert, auf eine ausreichende tägliche Zufuhr zu achten.

Höhere Zufuhrmengen sind unbedenklich. Selbst bei einer Dosierung im Bereich von 100-500mg Vitamin B1 konnten keine toxischen Effekte verzeichnet werden.

In welchen Lebensmitteln befindet sich das Vitamin?
Während tierische Lebensmittel generell hohe Mengen an B-Vitaminen aufweisen, befindet sich Thiamin auch in einer Vielzahl pflanzlicher Lebensmittel. Gute Quellen stellen Bierhefe, Weizenkeime, Sonnenblumenkerne, Kartoffeln, Haferflocken und Reis dar. Beim Getreide sollte man jedoch darauf achten, dass es sich um möglichst unbehandelte Keime handelt. In den bereits in der Einleitung erwähnten Tierversuchen konnte ein Thiaminmangel erzeugt werden, indem Versuchstiere mit poliertem Reis gefüttert wurden. Das darin enthaltene Vitamin B1 reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken. Dahingegen ist im Naturreis etwa 100mal mehr Thiamin zu finden und bei den Tieren, die mit Naturreis gefüttert wurden, trat kein Mangel auf.
Achten Sie deshalb generell auf eine vollwertige Ernährung mit viel Getreide, damit Sie gut mit Thiamin versorgt sind.

Ein relativ großer Anteil an Vitamin B1 in Lebensmitteln geht bei der Zubereitung ins Kochwasser über. Es empfiehlt sich daher, auf lange Garzeiten und zu hohe Temperaturen zu verzichten.

Beachten Sie darüber hinaus, dass Lebensmittel wie roher Fisch, Kaffee und Tee die Aufnahme des Vitamins aus der Nahrung behindern. Ferner wird für den Abbau von Alkohol relativ viel Thiamin benötigt.

Gesundheitsfördernde Anwendung
Menschen, die körperlich und geistig stark gefordert sind, sollten besonders auf eine ausreichende Zufuhr achten, um zu gewährleisten, dass die Zellen ausreichend mit Energie versorgt werden. Auch Störungen im Bereich des Zentralen Nervensystems können günstig beeinflusst werden. Patienten, die eine verzögerte Wundheilung aufweisen, können mit einer zusätzlichen Thiamineinnahme unterstützend eingreifen.
Katrin Ottinger

Literatur
  • Handbuch Nährstoffe  Dr. Lothar Burgerstein Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung: Alles über Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe  Trias-Verlag, 12. Auflage, 2012
  • Ernährung des Menschen
    Ibrahim Elmadfa, Claus Leitzmann
    Ulmer UTB, 4. Auflage, 2004


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