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Vitamin-D3 – auch im Sommer wichtig!
Bisher kannte man Vitamin-D3 im Zusammenhang mit Knochengesundheit. Neuere Forschungen zeigen, dass eine gute Versorgung mit Vitamin-D3 große Bedeutung hat für die Regenerationskraft und die langfristige Gesundheit.

Historisches
Schon im 18. Jahrhundert wurde der Begriff "Englische Krankheit" geprägt. Zu Beginn der Industrialisierung kam es in England zu so massiven Luftverschmutzungen, dass kaum mehr Sonnenstrahlen durchdrangen. Die Folge war eine starke Zunahme eines rachitischen Krankheitsbildes mit weichen, deformierten Knochen. Damals entdeckte man, dass für die Bildung von Vitamin-D3 im Körper Sonnenlicht nötig ist.

Vitamin-D3-Stoffwechsel
Vitamine werden definiert als Stoffe, die der Körper nicht selbst bilden kann, sondern über die Nahrung aufnehmen muss. In diesem Sinn ist Vitamin D3 kein echtes Vitamin, denn einen großen Anteil kann der Körper selber bilden, allerdings nur mit Hilfe von UVB-Strahlen aus dem Sonnenlicht. Das UVA-Licht der Sonnenbanken hat hingegen keinen Einfluss auf die Vitamin-D3-Produktion.
 



Eine gute Funktion von Leber und Niere sind Voraussetzung für einen guten Vitamin-D3-Status.

Funktionen von Vitamin-D3
Knochengesundheit: Vitamin-D3 ist wichtig für den Knochenaufbau in der Kindheit, für die Erhaltung der Knochendichte im Erwachsenenalter und für gesunde Zähne. Die Calciumaufnahme aus dem Darm und der Mineralieneinbau in die Knochen und Zähne wird durch Vitamin-D3 gefördert.

Immunsystem: Vitamin-D3 unterstützt die weißen Blutkörperchen bei der Infektionsabwehr. Es wirkt antientzündlich und immunstabilisierend. 
Zellwachstum und –entwicklung: Vitamin-D3 fördert die Entwicklung von gesunden, funktionstüchtigen Zellen. Es hat einen zellwachstumsregulierenden Effekt.

Gründe für einen verminderten Vitamin-D3-Status
Jahreszeit und Breitengrad: In den Wintermonaten bildet die Haut in unseren Breitengraden durch den flachen Lichteinfall fast kein Vitamin-D3. Aber auch im Frühjahr und Herbst ist man bei uns eher dicker angezogen und die Sonne scheint wenig intensiv, so dass wenig Vitamin-D3 produziert werden kann. Bei Verwendung von Sonnenschutzmitteln ab einem Schutzfaktor (SF) von mehr als 8 wird die Vitamin-D3-Bildung in der Haut mangels UVB-Einfall vollständig verhindert. 

Lebensstil: Unsere „indoor bezogene“ Lebensweise führt dazu, dass wir uns zu wenig im Freien aufhalten und damit auch zu wenig UVB-Strahlung abbekommen, um ausreichend Vitamin-D3 zu bilden.

Vegetarier: Vitamin-D3 kommt vor allem in tierischen Lebensmitteln vor. Ein Verzicht auf Fisch, Innereien und Eier verstärkt einen Vitamin-D3-Mangel.

Hohes Alter: Ältere Menschen sind oft immobil und an Haus oder Heim gebunden. Zudem sinkt die Fähigkeit des Körpers Vitamin-D3 mit Sonnenlicht selbst zu produzieren und auch die Vitamin-D Aktivierung in den Nieren ist vermindert.

Leber- und Nierenleiden: Beide Organe sind entscheidend mitbeteiligt am Vitamin-D3-Stoffwechsel. Eine Erkrankung oder Funktionsstörung dieser Organe beeinflusst daher auch die Vitamin-D3-Versorgung negativ.

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln: Manche Medikamente behindern die Aufnahme von Vitamin-D3 in den Körper, z.B. Säureblocker für den Magen, Abführmittel oder Cholesterinsenker. Andere Arzneimittel wie Antiepileptika beschleunigen den Abbau des Vitamin-D3. Bei einer Cortison-Behandlung ist die knochenschützende Wirkung des Vitamin-D3 vermindert.

Vitamin-D3–Aufnahme
Vitamin D3 zählt zu den fettlöslichen Vitaminen und wird daher in öliger Zubereitung wesentlich besser aufgenommen als in Tablettenform. Vitamin D3-Öle sollten am besten nach dem Essen eingenommen werden.

Hinweis: Fettlösliche Vitamine können sich im Körper anreichern und bei einer erheblichen Überdosierung (über 10 000 I.E.) auch zu unerwünschten Wirkungen (zu hohem Calciumspiegel im Blut) führen.

Empfohlene tägliche Vitamin-D3-Zufuhr
Für Säuglinge und Kinder werden 500 bis 1000 I.E. für Wachstum und Konchenaufbau empfohlen.
Für alle anderen Gruppen (Jugendliche, Erwachsene, Schwangere, Personen über 65 Jahre) zeigt sich deutlich, dass Vitamin-D3 in seiner ganzheitlichen Wirkung gerade neu entdeckt wird und sich daher auch die Einnahmeempfehlungen sehr im Wandel nach oben befinden.
Neueste Studien gehen mit ihren Empfehlungen weit über bisherige Dosierungen hinaus. Die Europäische Kommission zur Lebensmittelsicherheit hat die Höchstmenge der Vitamin-D-Zufuhr neu festgelegt: 4 000I.E. für Erwachsene pro Tag.

Tipp für den Sommer: Maßvolles Sonnenbaden!
Zwei- bis dreimal pro Woche Gesicht, Hände und Arme ohne Sonnenschutzmittel von der Sonne bescheinen lassen, wobei die Dauer sich nach dem jeweiligen Hauttyp richtet: Sehr hellhäutige, rothaarige Menschen kurze Zeit (ca. 5 Minuten), mediterrane Typen etwas länger (ca. 15 Minuten).

Fazit:
Die aktuelle wissenschaftliche Forschung kommt zu der Erkenntnis, dass die durchschnittliche Vitamin D-Versorgung der Menschen in Deutschland auch im Sommer nur unzureichend ist.

Literatur:
Artikel in der PZ (Pharmazeutischen Zeitung) 
Ausgabe: 50/2010, 16/2011, 6/2012

Burgersteins Handbuch Nährstoffe
Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung: Alles über Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe
Haug-Verlag, 11. Auflage, 2007

Maria Hoderlein

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