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Passive Impfung
Passive Immunisierungen hingegen werden häufig in den Gesäßmuskel verabreicht.
Bei der passiven Immunisierung wird der fertige Antikörper gespritzt. Die Bildung der eigenen Antikörper nach Kontakt mit dem Erreger dauert bisweilen eine Woche und mehr.

Der Vorteil der passiven Impfung ist, dass die gespritzten Antikörper den Erreger sofort erkennen und ihn gleich bekämpfen können. Der Nachteil ist, dass eine solche Immunisierung nur Wochen bis Monate anhält. Der Körper baut in dieser Zeit die Antikörper wieder ab. Da die Bildung der Gedächtniszellen ausbleibt, erlischt dann die Immunität und man ist wieder gegen den Erreger ungeschützt.

Die passive Immunisierung ist deshalb nur eine Notfallmaßnahme, falls schon ein Kontakt mit dem Erreger stattgefunden hat (Postexpositionsprophylaxe). Beispiele hierfür ist die Impfung bei einem Verdacht auf eine Infektion mit Wundstarrkrampf (Tetanus) oder die Tollwut nach einem Hundebiss. 

Ein weiterer Nachteil einer passiven Impfung ist, dass das Serum aus menschlichem Blut hergestellt wird. Dazu werden bis zu 20.000 Blutkonserven gepoolt (zusammengegossen) und daraus die Antikörper extrahiert. Das birgt eine gewisse Gefahr für die Übertragung von Krankheiten, vor allem solcher, deren Übertragungsweg nicht bekannt ist (z.B. BSE). Auch bekannte Krankheiten (HIV) könnten bei unsachgemäßer Herstellung übertragen werden. Mittlerweile gibt es deshalb auch passive Impfstoffe, bei denen die Antikörper gentechnologisch hergestellt wurden.

Wenn Sie mit unklarem Impfstatus mit einer verunreinigten Wunde beim Arzt eintreffen, wird er Ihnen neben der aktiven Impfung eine passive Immunisierung geben, um eine Infektion auszuschließen. Eine solche gleichzeitige aktive und passive Immunisierung wird als Simultanimpfung bezeichnet.

Wirksamkeit
Keine Impfung schützt wirklich hundertprozentig von der jeweiligen Erkrankung. Der Schutz ist bei den einzelnen Impfungen unterschiedlich. Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen können aber die Erkrankungswahrscheinlichkeit zumindest drastisch senken. Es gibt auch Impfungen, die lediglich den Krankheitsverlauf abmildern und so vor den schlimmsten Komplikationen und schweren Verläufen schützen können.

Die Wirksamkeit von Impfstoffen gegen unterschiedliche Infektionskrankheiten wird seit knapp 50 Jahren von staatlichen Stellen dokumentiert und ist gut belegt. In Europa wird jeder Impfstoff vor der Zulassung nach den Richtlinien der Europäischen Arzneimittelagentur vor und nach der Zulassung geprüft und überwacht.

Nach den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben allein im Jahr 2002 über zwei Millionen Menschen an Infektionskrankheiten, die durch eine Impfung hätten verhindert werden können. Die Bekämpfung dieser Todesursachen durch Impfprogramme ist daher auch ein wichtiges Ziel der WHO. Die Erfolge dieser Impfprogramme sind ein Beleg für die Wirksamkeit des Impfens.

A. Jahn
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