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Beinwell – der Knochenheiler tut den Knochen gut
Beim Beinwell (Symphytum officinale) weisen die verschiedenen Bezeichnungen schon auf den hauptsächlichen Verwendungszweck hin. Die deutschen Namen Beinwell oder Wallwurz gehen auf das Wort "wallen" zurück, das "zusammenwachsen" bedeutet. Auch die botanische Bezeichnung "Symphytum" heißt übersetzt "zusammenwachsen, zuheilen". Der erste Wortteil "Bein" wiederum ist eine alte Bezeichnung für Knochen. Der Beinwell heißt wörtlich genommen also auch "Knochenheiler" und hat eine lange Tradition als Heilmittel bei Verletzungen.

Die Pflanze
Der Beinwell gehört zu den Raublattgewächsen, blüht von Mai bis Juli und ist in ganz Europa beheimatet. Er wächst an Bachufern und auf feuchten Wiesen. Die Pflanze wird bis 1,5 Meter hoch und hat längliche, an der Unterseite behaarte Blätter. Die rotvioletten und glockenförmigen Blüten sind in Trauben angeordnet. Zu Heilungszwecken werden vor allem die wirkstoffreichen Wurzeln und die Blätter verwendet.

Historie
Die arzneiliche Nutzung von Beinwell bei Beschwerden des Bewegungsapparates ist bis in die Antike belegt. Im Mittelalter galt Beinwell als eines der bedeutendsten Wundkräuter. Auch Paracelsus und Hildegard von Bingen kannten seine knochenheilende Wirkung.

Inhaltsstoffe
Viele traditionelle Einsatzgebiete des Beinwells konnten bestätigt werden. Wie immer bei Heilpflanzen, ist es die Gesamtheit der Inhaltsstoffe, die für die Heilwirkungen verantwortlich ist. Zwei Inhaltsstoffe stechen jedoch hervor: Allantoin, ein Stoff der die Zellneubildung und die Gewebsregeneration fördert und Cholin, das die Durchblutung verstärkt und Blutergüsse schneller abheilen lässt. Verschiedene Schleim- und Gerbstoffe wirken dazu noch kühlend und abschwellend.

Hinweis
Natürlich vorkommender Beinwell enthält auch problematische Inhaltsstoffe, die Pyrrolizidin-Alkaloide. Diese sind nicht akut giftig, gelten aber als leberschädigend und kanzerogen. Innerlich sollte Beinwell deshalb nicht angewendet werden. Für pharmazeutische Beinwell-Salben werden Spezialzüchtungen ohne Pyrrolizidin verwendet, die diesen Inhaltsstoff nicht oder nur in Spuren enthalten. Daher raten wir Ihnen vom Selbstsammeln und -verarbeiten dringend ab,  Beinwell-Zubereitungen aus der Apotheke können Sie jedoch ohne Bedenken anwenden.

Heutige Verwendung
In der modernen Pflanzenheilkunde werden die Wirkstoffe des Beinwells aufgrund der nachgewiesenen schmerzlindernden, entzündungshemmenden und abschwellenden Wirkungen bei Muskel-, Gelenk- und Rückenschmerzen geschätzt. Beinwell-Zubereitungen werden traditionell bei Bewegungsschmerzen infolge stumpfer Verletzungen, bei Prellungen, Verstauchungen und bei schlecht heilenden Wunden äußerlich angewendet. Viele greifen auch bei Blutergüssen oder Muskelkater zu Beinwell-Salben. Als homöopathisches Mittel kann Symphytum officinale ebenfalls unterstützend zur Heilung verwendet werden. Gerne beraten wir Sie zu den verschiedenen Präparaten.
M. Hoderlein
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