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Sonnenhut – Echinacea purpurea
Aus ländlichen Gärten und Staudenbeeten  nicken uns die markanten Blüten des Sonnenhutes zu,  mit ihren rosafarbenen Blütenblättern und dem orangefarbenen Blütenstand in der Mitte, der ein wenig an die Stacheln eines Igels erinnert. Der lateinische Name Echinacea leitet sich deshalb auch vom griechischen Wort echinos für "Igel" ab. Doch der Sonnenhut kann noch sehr viel mehr, als uns im Spätsommer mit seiner Blütenpracht zu erfreuen.

Geschichte
Bei den Ureinwohnern Nordamerikas wird der Sonnenhut schon lange wegen seiner Heilkräfte geschätzt. Sie verwenden ihn beispielsweise bei Halsschmerzen, Wunden,  Insektenstichen oder Schlangenbissen.

Heilkraft
Die aus Amerika stammende Pflanze wird auch heute noch in der modernen Medizin häufig eingesetzt. Der Sonnenhut enthält sekundäre Pflanzenstoffe, die für seine Heilkräfte verantwortlich gemacht werden.

Sekundäre Pflanzenstoffe erfüllen für die Pflanzen verschiedene Aufgaben
Sie helfen der Pflanze, Stresssituationen besser zu überstehen.  Meist haben sie antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften, zum Beispiel als Schutz und zur Abwehr gegen Schädlinge.
Die oft farbigen Verbindungen können aber auch dazu dienen, Insekten zur Bestäubung anzulocken.

Diese sekundären Pflanzenstoffe bieten nicht nur der Pflanze, sondern auch dem Menschen gesundheitliche Vorteile. Dabei lassen sich oft nicht einzelne Inhaltsstoffe für die gesundheitsfördernde Wirkung benennen, sondern es ist die komplexe Mischung der sekundären Pflanzenstoffe, die für den Heilungseffekt verantwortlich ist.

So enthält der Sonnenhut eine Reihe gesundheitsfördernder Stoffe
Echinacea enthält Kaffeesäure-Abkömmlinge und sogenannte Alkamide, die das körpereigene Immunsystem des Menschen aktivieren und die Widerstandskräfte gegen drohende Infektion stärken.
Äußerlich angewandt entfaltet der Sonnenhut  antimikrobielle, entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Wirkungen. Dabei scheinen ebenfalls die Kaffeesäure-Abkömmlinge
– zusammen mit Flavonoiden - eine Rolle zu spielen.

Flavonoide sind im Pflanzenreich weit verbreitet und bilden die wichtigste Substanzgruppe der Blütenfarbstoffe. Auch sie haben besondere gesundheitsfördernde Effekte für den Menschen: Sie wirken antimikrobiell, entzündungshemmend und antioxidativ; außerdem besitzen sie antikanzerogene Eigenschaften, das heißt sie senken das Risiko einer Krebsentstehung.

So wird die vielseitige Power-Pflanze innerlich eingesetzt bei wiederkehrenden Infekten im Bereich der Atemwege oder der ableitenden Harnwege. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Sonnenhuts lassen sich als wässrig-alkoholische Extrakte oder als Frischpflanzenpresssaft gewinnen. In der Apotheke werden Echinacea Tropfen, Tabletten oder Dragees angeboten. Wichtig ist allerdings, die Sonnenhut-Präparate bereits bei ersten Anzeichen einer Erkältung einzunehmen, damit sie die Krankheitserreger bekämpfen können, bevor  sich diese zu sehr vermehrt haben.

Äußerlich wird Echinacea eingesetzt um die Wundheilung zu fördern. Aus langjähriger Erfahrung weiß man auch um den unterstützenden Effekt von Sonnenhut bei Herpes-Infektionen. Bei trockenen und entzündeten Lippen kann ein Echinacin Lippenstift vorbeugend oder heilend angewendet werden.

In der Homöopathie wird Echinacea eingesetzt, um bei Erkältungen, Fieber und Abwehrschwäche das Immunsystem zu kräftigen oder um bei Insektenstichen oder eitrigen Wunden die Heilung zu unterstützen.

Wie bei jedem Heilmittel, so kommt es auch bei pflanzlichen Präparaten auf die richtige Dosis und die richtige Anwendung an, damit keine unerwünschten Wirkungen eintreten. Sonnenhut-Präparate sollten innerlich nicht länger als zwei Wochen ununterbrochen eingenommen werden, danach sollte eine zweiwöchige Pause eingehalten werden. Menschen mit einer Allergie gegen Korbblütler sollten Echinacea-Präparate nicht anwenden, dies gilt auch für niedrige Potenzen homöopathischer Zubereitungen.

Werden diese Aspekte beachtet, kann der Sonnenhut seine heilenden Wirkungen entfalten und dient nicht nur als dekorative Gartenpflanze, sondern auch als wertvolle Medizin aus dem Apothekenschatz der Natur.

Katharina Graf
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