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Spargel (lat. Asparagus officinalis)
Familie
Der Spargel (Asparagus officinalis) gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).

Vorkommen und Merkmale
In wilder Form ist der Spargel vor allem in Mittel- und Südeuropa, Nordafrika, Vorderasien und in Westsibirien anzutreffen. Er ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit kleinen gelblichen Blüten, einem verzweigten grünen Stängel, der überirdisch bis zu 1,5 Meter hoch werden kann, und tiefroten Beeren, die leicht giftig sind.

Als Gemüse wird Spargel hierzulande gezüchtet, und zwar in angehäuften Erdhügeln. So bilden die Triebe mangels Licht kein Chlorophyll und bleiben hell. Dieser weiße Spargel ist erst seit gut einem Jahrhundert gängig, während davor nur grüner Spargel bekannt war. Eine weitere Variante ist violetter Spargel. Seine Spitze hat eine violett-grünliche Färbung, weil man den Stängel ein Stück aus der Erde ragen lässt, bevor geerntet wird.  

In Deutschland beginnt die Spargelzeit im März, April und endet offiziell mit dem Johannistag am 24. Juni. Bis dahin wird der Spargel allmorgendlich in Handarbeit gestochen. Frischen Spargel erkennt man an seinem saftigen Schnittende, dem geschlossenen Kopf und dem typischen Quietschen beim Aneinanderreiben der Stangen.

Inhaltsstoffe
Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Spargel besonders wertvoll, obwohl er hauptsächlich aus Wasser besteht. Neben den Aminosäuren (Eiweißbaustein) Arginin und Tyrosin enthält er vor allem reichlich Asparagin und liefert viele Vitamine: A, C und E sowie mehrere B-Vitamine, z.B. Folsäure. Hinzu kommen Mineralstoffe, wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Natrium und Eisen. Schon 500g Spargel täglich sollen einen Großteil des Vitamin- und Mineralstoffbedarfs decken. Jüngsten Studien zufolge enthält der Spargel mit Saponinen und Farbstoffen (im grünen und violetten Spargel) außerdem bioaktive Substanzen, die krebserregende Stoffe im Körper hemmen.

Anwendung
Dass Spargel arzneiliche Wirkung hat, verrät schon der lateinische Namenszusatz "officinalis". Als Heilpflanze ist Spargel seit langem bekannt. Die alten Ägypter, Chinesen, Griechen und Römer verschrieben ihn etwa gegen Blasenprobleme, Gelbsucht, Geschwüre und Husten. Besonders bekannt war er für seine harntreibende und blutreinigende Wirkung. Heute sagt man dem Spargel speziell bei Blasen- und Nierenleiden sowie Arthritis und Rheuma positive Effekte nach. Die harntreibende Wirkung wird dem Asparagin zugeschrieben.

Spargel soll nicht nur bei Reizblase und Harnwegsinfekten helfen, sondern sogar Harnsäurekristalle in Blase und Nieren auflösen. Auch ein Vitaminmangel und seine Begleitsymptome, wie Hautprobleme, Konzentrationsschwäche, Nervosität und Sehbeeinträchtigung, sollen sich durch Spargel mildern lassen. Zudem machen die entwässernde Wirkung und der hohe Nährstoffgehalt Spargel zu einem beliebten Diätgemüse. Das auch mit Blick auf die 7,5g Ballaststoffe und die nur 85 Kilokalorien pro Portion (500g).

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
Der Kontakt mit rohem Spargel kann allergische Reaktionen auslösen. So etwa Hautekzeme an Händen und Gesicht (Spargelkrätze), aber auch Reizungen von Augen, Nase und Atemwegen bis hin zu Astmaanfällen. Beobachtet werden solche Symptome vermehrt dort, wo Menschen berufsbedingt mit großen Mengen Spargel in Berührung kommen. Verantwortlich sein soll das Kontaktallergen 1,2,3-Trithian-5-carboxylsäure.

Aufgrund der enthaltenen Harnsäure soll Spargel Gicht fördern. Allerdings ist sein Harnsäuregehalt mit 30mg auf 100g Spargel eher gering verglichen mit anderen harnsäurehaltigen Gemüsearten, wie etwa Hülsenfrüchten. Trotzdem empfiehlt sich bei Harnsäureproblemen ein maßvoller Verzehr, begleitet von einer Trinkmenge, die mindestens der ausgeschiedenen Harnmenge entspricht. So wird die durch Spargel aufgenommene Harnsäure zügig aus dem Körper ausgeschwemmt.

Chronisch Nierenkranken wird generell vom Verzehr größerer Spargelmengen abgeraten, um die Nieren nicht zusätzlich zu belasten.
AI
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