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Weihrauch – für Seele und Körper
Mit Weihrauch verbindet man den typischen Geruch in christlichen und orthodoxen Gotteshäusern. Manche denken auch zuerst an die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland mit Ihren Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe. In einigen Gegenden Bayerns pflegt man noch den Brauch des Ausräucherns an Silvester oder am 6. Januar, um Unheil von Mensch und Haus abzuwenden. Dies alles weist auf die religiös-kultische Verwendung von Weihrauch hin, doch im Weihrauch steckt viel mehr.

Weihrauch, auch Olibanum genannt, ist das getrocknete Harz des Weihrauchbaumes. Beim Anritzen von Stamm und Ästen tritt eine milchig-weiße Flüssigkeit aus. Nach der Trocknung entstehen dann die bekannten gelblich-bräunlichen Weihrauchkörner. Die Harzausbeute pro Baum liegt zwischen 3 und 10 Kilogramm. Verschiedene Arten des Weihrauchbaums werden zur Harzgewinnung verwendet: Somalischer Weihrauch (Boswellia sacra) verbrennt sehr langsam und wird vorwiegend zum kultischen Räuchern als Räucherwerk benutzt. Der indische Weihrauch (Boswellia serrata) wird als Heilmittel verwendet.

Historische Tradition
In der Antike war Weihrauch ein sehr wertvolles Handelsgut, das über die Weihrauchstraße von Oman nach Damaskus und von dort in die ganze damalige Welt gelangte. Der Name Weihrauch - heiliges Räucherwerk - weist schon auf die Verwendung bei religiös-kultischen Handlungen in allen Religionen hin. Trotz seines hohen Preises wurde Weihrauch bis ins Mittelalter als Heilmittel verwendet. Der römische Arzt Hippokrates setzte das Harz zur Wundreinigung und bei Verdauungsproblemen ein. Hildegard von Bingen beschreibt Olibanum als Mittel gegen Atemwegserkrankungen.

Die indische Ayurvedamedizin verwendet Weihrauch seit circa 5000 Jahren gegen rheumatische Erkrankungen. Bis vor etwa 150 Jahren hatte Weihrauch auch in der europäischen Naturheilkunde seinen festen Platz, geriet dann aber mit dem Aufkommen chemischer Arzneistoffe in Vergessenheit.

Altes Mittel neu entdeckt
Erst durch Forschungen des Tübinger Pharmakologen Hermann Ammon wurden 1991 die entzündungshemmenden Boswelliasäuren im Weihrauch entdeckt. Mittlerweile ist Olibanum indicum (der indische Weihrauch) im Europäischen Arzneibuch als Heilpflanze aufgenommen. Neben Schleimstoffen und ätherischen Ölen sind Boswelliasäuren die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe.

Sie können auf verschiedene Arten Entzündungsreaktionen beeinflussen und hemmen. So konnten positive Effekte bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und der Gelenke beobachtet werden. Um die Dosierungssicherheit zu gewährleisten, gibt es Präparate mit genau eingestelltem Gehalt.
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