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Enzian
Wenn vom Enzian die Rede ist, taucht wohl bei vielen Menschen das Bild von Bergen und Wanderwegen vor dem geistigen Auge auf, von dem mutigen Burschen, der ihn unter Lebensgefahr im Gebirge pflückt, um ihn seiner Angebeteten als Zeichen seiner Liebe zu überreichen. Nicht so romantisch veranlagte Menschen denken wahrscheinlich zuerst an den Schnaps, der seit alters her nicht nur für einen wohligen Magen sorgt, sondern auch prophylaktisch Bier besser vertragen lässt. Beides erklärt die volkstümlichen Namen des unter Naturschutz stehenden Enzians wie Himmelsstängel, Schnapswurz oder Magenwurz – in welche Kategorie der Name "Halunkenwurz" fällt, bleibt dem Leser überlassen.

Tatsächlich aber suchen die Verliebten nach dem kleinen, himmelblauen Frühlingsenzian (Gentiana verni), während Schnaps und Medizin vom Gelben Enzian (Gentiana lutea) hergestellt werden. Dieser ist eine wahrhaft stattliche, stolze Pflanze, die sich an schattigen Berghängen bis zu 1 Meter in die Höhe erhebt. Und wirklich majestätisch ist auch die Pfahlwurzel des Enzians, die bis zu 7 Kilogramm schwer werden kann und die Pflanze ganze 60 bis 70 Jahre am Leben erhält.

Seit alters her ist Enzian als Magenmittel bekannt, das "Amarum verum", das "wahre Bittermittel" findet sich in nahezu jedem Verdauungslikör. In der Tat hat er den höchsten Bitterwert aller heimischen Pflanzen, d.h. selbst in einer Verdünnung von 1:20.000 schmeckt er immer noch bitter. Verantwortlich dafür sind die Bitterstoffe, welche die Speichel-, Galle- und Magensaftsekretion anregen und den Appetit stärken.

Da Enzian keine Gerbstoffe besitzt, wirkt er kaum magenreizend, kann jedoch bei allzu hoher Dosierung Übelkeit und Erbrechen hervorrufen. Bei bestehenden Magen- und Dünndarmgeschwüren sollte man daher besser auf ihn verzichten. Hildegard von Bingen lobte seine Sonnenkraft für Patienten, die "Schmerzen am Herzen haben, als hinge ihr Leben an einem Faden".

Ganz unrecht hat sie damit nicht gehabt, denn Enzian gilt als erstklassiges Stärkungsmittel nach längeren Infektionskrankheiten und körperlich-seelischen Schwächezuständen. Und berücksichtigt man die Signaturenlehre, die davon ausgeht, dass die Natur den Pflanzen ihre Wirkweise "auf den Leib" schreibt, verwundert es nicht, dass der langlebige Enzian auch dem Menschen ein langes und gesundes Leben verspricht.

Pfarrer Kneipp soll gesagt haben, "wer ein noch so kleines Gärtlein hat, soll Enzian, Salbei und Wermut anpflanzen, dann hat er gleich eine ganze Apotheke zur Hand". Da können wir Apotheker ja fast froh sein, dass nicht jeder einen Garten hat und Enzian auch nicht überall wächst.

Steckbrief
Inhaltstoffe:
Bitterstoffe (v.a. Amarogentin)
Wirkung: appetitanregend, immunstimulierend
Anwendung: bei Appetitlosigkeit, dyspeptischen Beschwerden, Sodbrennen, Völlegefühl und traditionell als Stärkungsmittel.
Nebenwirkungen: selten Kopfschmerzen, Überdosierung kann zu Magenreizung führen
Kontraindikationen: Magen-Darmgeschwüre, Schwangerschaft



(ik)
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