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Rotes Weinlaub
Die rote Weinrebe wird aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe in der Medizin zur Behandlung von chronischer Beinvenenschwäche eingesetzt. Die Wirkung wird hierbei durch die roten Blätter und Traubenkerne erzielt. Diesen beiden Bestandteilen werden seitens der Wissenschaft hilfreiche Eigenschaften nachgewiesen, die sich positiv auf die Blutgefäße und Haut auswirken. Neben der Behandlung einer Beinvenenschwäche und möglichen Krampfadern sowie Ödembildungen hilft rotes Weinlaub zudem auch unterstützend bei Entzündungsprozessen und der Wundheilung der Haut.

Allgemeines zur Pflanze
Weinreben werden der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae) zugeordnet und stammen ursprünglich aus Eurasien. Die roten Weinlaubblätter (Vitis vinifera folium) werden einer besonderen, sehr alten Rebsorte zugeordnet, die auch als Teinturier (Färberrebe) bezeichnet wird. Kennzeichnend sind nicht nur die vollständig rot gefärbten Blätter, sondern ebenfalls das rote Fruchtfleisch.

Die Pflanze kann bis zu 15 Meter in die Höhe klettern. Am Stamm dunkelbraun gefärbt bildet das kletternde Gehölz leicht braunrote bis braungelbe und feinfurchig gestreifte Äste aus. Die Blätter sind herzförmig, ihre Unterseite ist leicht behaart, die Oberseite hingegen kahl. Die Weinrebe hat kleine, rispenartige Blüten, die sich den Blättern gegenüber anordnen. Von August bis Oktober werden die charakteristischen, weinroten Beeren eingesammelt und weiterverarbeitet. Zwischen Mai bis August werden die Blätter aufgesammelt.

Die roten Weinlaubblätter enthalten sowohl in der Schale als auch im Fruchtfleisch wertvolle rote Farbstoffe, die Anthocyane. Hierdurch erhalten die Trauben ihr charakteristisch gefärbtes Fruchtfleisch. Ebenfalls die Blätter weisen reichhaltig rote Farbstoffe auf, wodurch sie ihre Färbung erhalten. Zum Schutz der Trauben und des Rebstocks wird das rote Weinlaub erst sehr spät im Vergleich zur üblichen Lese geerntet.

Historie
Schon lange in der Vergangenheit um 3.500 v. Chr. betrieben u. a. die Ägypter, Inder aber auch die Römer und alten Griechen Weinbau. Aufgrund der unterschiedlichen Anbauorte bildeten sich in Europa viele Rebsorten aus. Zu einer der Züchtungen zählen die roten Weinreben, deren Blättern schon früh eine heilende Wirkung zugesprochen wurde. Bereits 40-78 n. Chr. wurde in Überlieferungen ausführlich über die Reben und die therapeutische Wirkung ihrer zerkleinerten Blätter berichtet.

Später stellten im Laufe der Jahre französische Winzer fest, dass die schönen Beine ihrer Winzerinnen im Zusammenhang mit dem Zerstampfen der Trauben standen. So wurde man auf die positive Wirkung der Trauben aufmerksam. Später fand man heraus, dass auch allein das rote Weinlaub wirksam ist, weshalb es u. a. für Beinumschläge genutzt wurde.

Volksmedizinisch wurde das rote Weinlaub erst seit dem 17. Jahrhundert eingesetzt. Neben Umschlägen bei Kopfschmerzen wurden weiterhin Aufgüsse bei Frauenleiden insbesondere der Menopause verwendet. Erstmals um 1940 wurde in Frankreich über die Behandlung mit roten Weinlaubextrakten berichtet, die gute Therapierfolge bei schmerzhaften Venenentzündungen und Hämorrhoiden erzielten.

Auch heutzutage wird die Heilkraft des roten Weinlaubs immer noch bei Venenschwäche, schweren Beinen und Krampfadern eingesetzt. Es entfaltet im Körper eine sowohl entzündungshemmende als auch abschwellende Wirkung.

Inhaltsstoffe
Zu den wesentlichen Inhaltsstoffen von rotem Weinlaub gehören die Flavonoide Quercetin, Isoquercetin, Kämpferol sowie Rutin. Diese können bis zu einem Prozentsatz von sieben in den Blättern enthalten sein. Dem wirkungsvollen Pflanzenfarbstoff Quercetin wird dabei die positive Wirkung auf die Venen zugesprochen. In Kombination mit Inhaltstoffen wie Polyphenole und Anthocyanoside entfalten die Flavonoide zusätzlich eine entzündungshemmende und entwässernde Wirkung. Neben den Flavonoiden sind weiterhin in den heilsamen Blättern Gerbstoffe, Anthocyane, Phenolcarbonsäuren und Phenylacrylsäuren sowie Mineralstoffe und Zucker enthalten.

Hinweise
Rotes Weinlaub kann als Kapsel, als Creme oder als Tablette verwendet werden. Die Wirkung setzt nicht sofort ein und kann gegebenenfalls erst nach einigen Wochen eintreten. Bei einer täglichen Dosis von 360 mg bis maximal 720 mg wird Präparaten mit Weinrebenextrakt eine gute Verträglichkeit nachgesagt. In seltenen Fällen können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Magenschmerzen auftreten. Bei der Anwendung auf der Haut kann das Heilkraut Reaktionen wie Juckreiz hervorrufen.

Schwangerschaft und Stillzeit
In Schwangerschaft und Stillzeit wurden bisher keine negativen Begleiterscheinungen beobachtet. Die Anwendung sollte jedoch immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen
Es sind keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Heilmitteln bekannt. Es gibt keinerlei Gegenanzeigen.

Heutige Verwendung
Die Extrakte aus roten Weinblättern werden traditionell zur Behandlung bei chronisch venöser Insuffizienz in den Stadien I und II eingesetzt. Die heilsame Wirkung von rotem Weinlaub wird speziell dem Inhaltstoff Quercetin sowie auch den anderen Flavonoiden zugesprochen. Diese verfügen über eine außergewöhnliche Vitamin-P-Aktivität, die zu einer Abdichtung der kleinsten Blutgefäße, den Blutkapillaren führt. Das Gewebe wird gestrafft, wodurch die Blutgefäße verengt werden und ein verbesserter Venenrückfluss gewährleistet wird. Auch die enthaltenen Gerbstoffe im roten Weinlaub tragen weiterhin zu einer Verstärkung der Kapillarresistenz bei. Diese Mechanismen verhindern aktiv die Bildung einer Venenstauung.

Insbesondere das Quercetin fördert die Durchblutung der Gefäße. In wissenschaftlichen Studien konnte eine Steigerung der Mikrozirkulation bei gleichzeitiger, verbesserter Sauerstoffversorgung der Haut nachgewiesen werden. Zudem gelangt deutlich weniger Blutplasma in das Gewebe, wodurch die typischen Venenprobleme wie schwere Beine, Schmerzen und Spannungsgefühle in den Beinen gelindert werden können.

Quercetin hat in Verbindung mit anderen Inhaltstoffen zudem eine antioxidative Wirkung. Es ist maßgeblich an der Wiederherstellung von Gewebe nach entzündlichen Prozessen beteiligt. Quercetin unterstützt den Organismus dabei, Entzündungsreaktionen aktiv entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang wird rotem Weinlaub eine prophylaktische Wirkung gegen die Bildung von Ödemen und Venenentzündungen nachgesagt. Auch bei Hämorrhoiden, Krampfadergeschwüren sowie Hitzewallungen aufgrund der Wechseljahre hilft der Einsatz der heilsamen Weinblätter.
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