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Atem - Energie des Lebens
Atem - Energie des Lebens
"Der Atem ist die Brücke, die das Leben mit dem Bewusstsein verbindet, die Brücke, die deinen Körper mit deinen Gedanken verbindet. Wann immer dein Geist sich verliert, benutze deinen Atem, um die Verbindung wieder herzustellen."

Thich Nhat Hanh, Zenmeister, Dichter, Aktivist für Frieden und Menschenrechte


Du sitzt im Cafe bei einer gemütlichen Tasse Tee, freust Dich auf einen kurzen Plausch mit einer Freundin, die Du lange nicht gesehen hast, erzählst ihr die neuesten Erlebnisse, Deine Erkenntnisse, bist am Lachen, auf einer Wellenlänge. Freude.

Und doch: irgendwie ein komisches Gefühl, ein bisschen Kopfweh, nicht zentriert. Bis Dir auffällt: ach, die Energie ist hochgepuscht, die Kommunikation zu schnell. Eigentlich kein Thema, wenn die Atmung eine Chance bekommt, sich dem Tempo und der Frequenz anzupassen. Was fehlt, ist das Atmen, tief in den Bauch. Das Tempo der Unterhaltung  hat die Atmung flach werden lassen. Kennen Sie das aus Ihrem Alltag, im Gespräch, im Job, in Besprechungen?

Kopf-Bauch-Spaltung im Westen
Wir Menschen im Westen neigen oft dazu, nicht tief genug in den Bauch zu atmen. Viele  üben sitzende Berufe vor dem Computer aus, die eine aufrechte Haltung nicht erlauben und die Organe einengen, eine gute Atmung verhindern. Experten sprechen von einer Kopf-Bauch-Spaltung der Energien, was einerseits eine flache Atmung bedeutet, andererseits verdeutlicht, dass die Hauptenergie im Kopf vorhanden ist, die Menschen „verkopft“ sind, Entscheidungen aus ihrer Ratio heraus treffen und von ihrer Emotio, dem Bauch, abgespalten sind. Gesunde Menschen sind zentriert, sind in Balance zwischen Kopf und Bauch, benutzen beides, wägen beide Energien ab, um Entscheidungen zu treffen und das Leben zu gestalten. Sie atmen tief und ruhig.

Atem ist Leben
Wer atmet, lebt. Wer nicht mehr atmet, hat seinen letzten Atemzug getan und stirbt. Naheliegend, dass eine gute Atmung auch Gesundheit und Lebensqualität beeinflussen und sogar stark mitbestimmen. Nicht umsonst verlieren wir Menschen in Lebenskrisen, Burnout-Phasen oder auch Stresszeiten immer wieder die tiefe Atmung. Richtiges Atmen würde den Stress schon um ein Vielfaches reduzieren. Atemtherapie kann helfen, sogar ernsthafte Krankheiten zu verhindern. Im Yoga ist der Atem das zentrale Element. Ein geübter Yogi beobachtet seinen Atem, kann seinen Atem steuern und braucht sehr viel weniger Atemzüge als mit dem Atem Ungeübte. Ein Yogi atmet tief. Die yogische Philosophie rechnet ein Leben in Atemzügen: Jeder Mensch verfügt über eine festgelegte Anzahl an Atemzügen. Sind diese verbraucht, stirbt er, haucht mit dem letzten Atemzug sein Leben aus. So ist es nachzuvollziehen, dass lange und tiefe Atemzüge das Leben verlängern.
 
Atem und Seele
Auch bei psychischen Belastungen ist die Verbindung zum Atem gegeben.  Mit dem Atem kann die psychische Stabilität und der Gemütszustand gesteuert werden. Es gibt Atemübungen, die das System stimulieren („upper“) und solche, die das System beruhigen („downer“). Da der Atem auf den physischen, psychischen und geistigen Körper Auswirkung hat, ist es evident, dass auch der psychische Körper von einer guten Atmung positiv beeinflusst wird.
Der Begriff „Odem“ steht sowohl für den Atem als auch für den Geist und die Seele als Wortbedeutung. In vielen Kulturen ist der Atem eng mit der Seele und der Lebensenergie verknüpft. Der Atem ist der Sitz der Lebenskraft. Im Yoga „Prana“ genannt, in China „Qi“. Atem, in Indien „Atman“, bezeichnet das individuelle Selbst, die unzerstörbare, ewige Essenz des Geistes und wird häufig als Seele übersetzt. Entsprechende Atemtechniken nennen sich im Yoga Pranayama.

Atem und innere Ruhe
Die Atemtechniken des Yoga zielen vor allem darauf ab, die Wellen des Geistes zur Ruhe zu bringen. Der Atem und die Frequenz der Gehirnwellen stehen in einem direkten Zusammenhang. Wir kennen zum Beispiel die Betawellen im Hirn im Wachzustand. Bei einer tiefen Atmung werden die schnellen Gehirnwellen langsamer. Gehirnwellen sind Gedanken. Bei tiefer Atmung wird also die  Gedankenflut weniger. Der Geist beruhigt sich und das wirkt auf den Gesamtzustand des Menschen.
 
Atem und Heilung
Neben der Atemtherapie gibt es in verschiedenen Heilverfahren Verknüpfungen mit dem Atem. Den Atem beispielsweise an erkrankte Organe „schicken“, dem Körperbereich Energie in Form von Atem senden, der der Heilung bedarf.
Ein anderer Ansatz ist, durch das tiefe Atmen in die Stille zu kommen und so Heilung geschehen zu lassen. Den Raum öffnen für Heilung. Der Atem führt in die Ruhe, in der Stille geschieht Heilung. Wer sich auf den Yogaweg begeben hat, kennt es, die Empfindungen in der Stille zu beobachten und nicht zu bewerten. Zu fühlen, was tut sich gerade bei mir, was ist in meinem Körper, in meiner Seele, in meinem Geist los. Wer dies regelmäßig tut, weiß auch, dass sich Dinge wie von alleine verändern können, indem sie beobachtet und nicht bewertet werden. Entweder verändert sich die Gelenkigkeit des Körpers, eine innere Einstellung oder sogar der Schmerz wird reduziert oder verschwindet ganz. Geübte, die diese heilenden Prozesse schon einmal erlebt haben, sind weit weg davon entfernt, dies als Spuk und Hexerei zu bezeichnen. Um diesen Raum für Heilung zu schaffen, ohne viel zu „tun“, zu „machen“ , geht es beispielsweise beim  Sat Nam Rasayan, einer Energieheilungsmethode basierend auf Kundalini Yoga. (sb)  

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