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Was kann ich unterstützend bei Diabetes mellitus tun?
Da es sich bei Diabetes mellitus Typ l um eine Autoimmunerkrankung gegen die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse handelt, ist eine naturheilkundliche Therapie wenig aussichtsreich.

Bei Diabetes mellitus Typ 2 kann allerdings durch naturheilkundliche Therapieverfahren der Krankheitsverlauf positiv beeinflußt werden.

An erster Stelle steht die Ernährungstherapie
Eine ganzheitliche Diabetes-Diät entspricht im Wesentlichen den allgemeinen Grundsätzen einer Vollwerternährung.

Allgemeine Grundregeln für die Diabetesdiät:
  • Keine mit Traubenzucker, Saccharose oder Honig gesüßten Speisen und Getränke! Statt dessen mit Zuckeraustauschstoffen (z.B. Fruktose, Laktose, Sorbit, Xylit) süßen; dabei Kalorien oder Kohlenhydrate berücksichtigen; ggf. Süßstoffe verwenden wie z.B. Saccharin, Cyclamat oder Aspartam  Jedoch sollten Sie beachten, daß Süßstoff das Verlangen nach süßen Speisen steigert und deshalb nur in kleinen Mengen verwendet werden sollte. (Nicht umsonst verwendet man Süßstoff in der Schweinemast!)
  • reichlichen Zufuhr von Kohlenhydraten mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen; Polysaccharide (Vielfachzucker, z.B. Stärke) bevorzugen: Kartoffeln, Vollkornprodukte, ungeschälter Reis, Gemüse, Obst. Sie erhöhen den Blutzuckerspiegel langsam, aber länger anhaltend. Raffinierte Kohlehydrate, wie z.B. Produkte aus Weißmehl oder geschälter Reis, sind ebenso wie Fertigprodukte zu meiden
  • Pflanzliche Ballaststoffe, wie z.B. Guarmehl oder Haferkleie, verzögern die Zuckerresorption und verhindern einen schnellen Blutzuckeranstieg während der Mahlzeiten.
  • Fleisch und Wurst sollten auf Grund des hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren nur in Maßen (etwa zweimal pro Woche) gegessen werden.
  • Hochwertige pflanzliche Öle, die reich an essentiellen Fettsäuren sind, sind unbedingt zu bevorzugen.
  • Um Blutzuckerspitzen zu vermeiden, sollten Sie langsam essen und gründlich kauen.
  • Erfahrungsgemäß reagieren viele Diabetiker auf Weizen mit einer (versteckten) Nahrungsmittelunverträglichkeit. In diesen Fällen ist Weizen zu reduzieren oder zu meiden.
  • Optimale Nahrungszusammensetzung: 55 % Kohlenhydrate, 30 % Fette und 15 % Eiweiße.
  • 6-7 kleine Mahlzeiten statt 3 großer Mahlzeiten zu sich nehmen
  • Einschränkung des Alkoholkonsums: weniger als 20 g Alkohol täglich; Diabetikerbier und trockene Weine sind erlaubt.

Broteinheit
In Deutschland und Österreich ist das gebräuchliche Maß für die Kohlehydratmenge die Broteinheit, kurz BE. Eine BE entspricht einer Portion von 12 g Kohlehydraten (Schätzwert).

Nur für jüngere, kooperative Diabetiker, die Medikamente nehmen oder Insulin spritzen, ist es erforderlich, die genaue Kohlenhydratmenge in den einzelnen Nahrungsmitteln zu kennen.

Bei übergewichtigen Typ-2-Diabetikern (dem Großteil der Diabetiker in Deutschland) steht der Energie- und damit Kaloriengehalt der Nahrung im Vordergrund. Die Diät muß den Kalorien- und Nährstoffbedarf des Patienten decken. Wieviel Kalorien benötigt werden, hängt wie beim Gesunden von Geschlecht, Alter, Beruf und Freizeitgewohnheiten ab.

Eventuell kann Ihnen ein Buch helfen, trotz Einschränkungen Essen zu genießen. Das Buch „Schlemmen wie ein Diabetiker“ wird in unserem aktuellen Buchtip vorgestellt.


Buchtip

Zur Anregung des Stoffwechsels ist eine Trinkkur mit sulfat- oder magnesiumhaltigen Heilwässern möglich.
Als Übergang für eine Ernährungsumstellung hat sich bei vielen Typ-2-Diabetikern Heilfasten unter therapeutischer Kontrolle bewährt. Es hat sich gezeigt, dass bereits durch geringe Gewichtsabnahmen die Insulinresistenz erheblich verringert und somit die Blutzuckereinstellung deutlich verbessert werden kann.

Übergewichtige Diabetiker, die durch Fasten ihr Normalgewicht erreichen, können häufig ihre Medikamente reduzieren und ihre Blutzuckerwerte fast auf Normalniveau senken. Ein dauerhafter Erfolg ist nur dann gewährleistet, wenn anschließend die Ernährung umgestellt wird.

Patienten, die Antidiabetika einnehmen, sollten allerdings ausschließlich stationär fasten.

Achtung!
Wenn Sie Diabetiker mit "Typ 1" oder "Typ 2 mit absolutem Insulinmangel" sind, dürfen Sie nicht fasten, da es sonst zu einer bedrohlichen Stoffwechselentgleisung kommt.

In jedem Fall trägt ihre aktive Mitarbeit entscheidend zum Therapieerfolg bei.
  • Deshalb nutzen Sie eine spezielle Schulung oder Diabetes-Sprechstunde, die in vielen Kliniken und Ambulanzen angeboten wird.
  • Regelmäßige körperliche Bewegung, wie Spazierengehen, Wandern, Radfahren und Schwimmen, verbessert die Glukosetoleranz und baut Übergewicht ab.
  • Bei Übergewicht wirkt sich eine schonende Gewichtsreduktion günstig auf die Normalisierung des Blutzuckerspiegels aus.
  • Stress kann erhebliche Blutzuckerschwankungen verursachen und sollte ausgeschaltet werden. Günstig wirken sich ausreichend Schlaf sowie die Einhaltung eines regelmäßigen Tagesablaufs aus. Vorteilhaft ist es Techniken wie Tai Chi Chuan, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jakobson zu erlernen.
  • Auf Nikotin- und Alkoholkonsum sollten Sie verzichten.


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Mehr Informationen zur Blutzuckermessung finden Sie in unserem Service-Bereich:

Blutzucker - Allgemeine Informationen