Spagyrik – Therapiemethoden zur Heilung der fünf Entien
Soll das Ens astrale geheilt werden, empfehlen sich unspezifische Immuntherapien, Tonika, Stimulanzien, Räucherungen, Umstimmungs- und Reiztherapien

Soll das Ens veneni  geheilt werden, empfehlen sich Amara, Diaphoretika, Diuretika, Cholagoga, Choleretika, Emenagoga, Antidyskratika, Ausleitungsverfahren wie Aderlass, Schröpfen, hautreizende Therapien.

Soll das Ens naturale geheilt werden, empfehlen sich individuelle Therapiekonzepte vor allem mit Metallen nach astomedizinischen Gesichtspunkten; Therapie nach der Elementenlehre, Spagyrik

Soll das Ens spirituale geheilt werden, empfehlen sich Psychotherapie, Geistheilung, Suggestivtherapie, Hypnose, Seelenbalsame, Sedativa, Nervina

Soll das Ens die geheilt werden, welches nicht im eigentlichen Sinne geheilt werden kann, gibt es ausschließlich die Bewusstwerdung der metaphysischen Hintergründe von Krankheiten, Geistheilung oder Wunderheilung

Paracelsus betont, dass man erst den „inneren Arzt“ schützen (Prophylaxe betreiben) muss, zum Beispiel mit Lebenselixieren.
Da immer alle Entien an einem Krankheitsgeschehen beteiligt sind, der ganze Mensch mit Körper, Geist und Seele ist erkrankt, müssen alle fünf Therapiewege miteinander spezifisch verknüpft werden.

Ein typisches Therapiekonzept sieht wie folgt aus:
  • Prophylaxe (gegebenenfalls)
  • Regeneration
  • Zuführen von Lebensenergie (Ens astrale)
  • Entgiftung und Verbesserung der Stoffwechselleistung (Ens veneni)
  • Konstitutions- und Psychotherapie (Ens naturale und spirituale)
  • „karmische" Bewusstwerdung de Patienten (Ens dei)

Ziel der alchemistischen Bemühungen

Das „fünfte Wesen", die Quintessenz, das Geistige, das hinter allen Erscheinungen steckt, zu entdecken und sichtbar und greifbar zu machen.

„Quinta Essentia ist, wenn die Natur über ihren gewöhnlichen Grad gestärkt wird" (Paracelsus)

„Die „Quinta Essentia", der Weltgeist oder die Weltenergie, zeigt sich in den Kristallen als geometrisches Prinzip, in den Pflanzen als vegetative Kraft, im Tier als Empfindung und im Menschen als Vernunft. Sie wird auch als der Träger aller Erscheinungen angesehen" (Aschner)

Das Weltbild hinter den alchemistischen Bemühungen

Schöpfung – Prima Materia
(die Ur-Substanz, rein, ohne Fehler, ohne Eigenschaft, aus ihr kommt alles Leben)

Sündenfall – Materie
Erlösung – Quinta Essentia (sie soll den Zugang zur Prima Materia ermöglichen)

Paracelsus nahm vier Grundtypen der Quintessenz an. Seiner Meinung nach gibt es also Quintessenzen des Wassers, des Feuers, der Luft und der Erde. Die Quintessenz eines bestimmten Stoffes, z. B. Melisse, setzt sich dann aus einer spezifischen Mischung der Quintessenzen der Elemente zusammen.



 
 
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