Ständig müde, erschöpft und antriebslos? 
Chronische Müdigkeit, die mit Erschöpfung und Antriebslosigkeit einhergeht, kann viele Ursachen haben. In jedem Fall schränkt sie Leistungsfähigkeit und Lebensqualität deutlich ein. Oft gibt es einfache Erklärungen, wie Schlafmangel oder Überarbeitung. Aber auch ernst zu nehmende Störungen können dahinterstecken. Mögliche Ursachen und Gegenmaßnahmen erläutert dieser Beitrag.

Müdigkeit ist ein natürliches Empfinden, das ein Schlaf- und Erholungsbedürfnis des Körpers ausdrückt. Fühlt sich jemand aber dauernd müde, können körperliche oder seelische Erkrankungen ursächlich sein. Deshalb gilt es, der Sache auf den Grund zu gehen und sich untersuchen zu lassen.

Schlafstörungen
Ausreichend ungestörter Schlaf ist nötig, um leistungsfähig zu bleiben. Nacht- und Schichtarbeit, Ein- und Durchschlafstörungen, Schlafunruhe durch Albträume oder nächtliche Atemstillstände (Schlafapnoe), wie sie oft bei Übergewichtigen auftreten: All das kann Schlafmangel und in Folge eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit verursachen. Aber auch zu viel Schlaf kann dauermüde machen, wenn die Schlafqualität unzureichend ist.

Flüssigkeits- und Nährstoffmangel
Häufiger Auslöser für ständige Müdigkeit ist die Unterversorgung des Körpers mit Wasser und Nährstoffen. Mangelerscheinungen können auch auf eine gestörte Darmflora oder starken Durchfall zurückgehen sowie auf überdurchschnittlichen Nährstoffverbrauch, z.B. in der Schwangerschaft. Besonders Frauen mit starker Regel fühlen sich durch den monatlichen Blutverlust, der vielfach mit Eisenmangel einhergeht, oft matt und erschöpft. 

Chronische Erkrankungen
Auch chronische Erkrankungen äußern sich häufig in anhaltender Müdigkeit. Infrage kommen z.B. Blutarmut (Anämie), Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Unterzuckerung (Hypoglykämie), Tumore und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzmuskelschwäche, Blutdruckschwankungen oder niedriger Blutdruck (Hypotonie). Und ist es die Erkrankung nicht selbst, können die eingenommenen Medikamente verantwortlich sein.
Eingeschränkte Leberfunktion

Lebererkrankungen, wie Fettleber, Leberzirrhose und chronische Hepatitis, schränken die Entgiftungsfunktion der Leber ein. Gleiches gilt bei Überlastung der Leber durch Umweltgifte, Drogen und Medikamente. Reichern sich die Giftstoffe im Körper an, können Müdigkeit, Erschöpfung und Leistungsminderung resultieren. 

Latente Virusinfekte
Auch nach Infekten, deren Symptome längst abgeklungen sind, sowie nach Impfungen können lange Müdigkeitsphasen auftreten. Die Naturmedizin vermutet, dass verschiedene Viren und Impfviren im Körper eine „versteckte“ chronische Viruserkrankung verursachen. Diskutiert werden hier vor allem das Herpes-simplex-Virus, das Masernvirus, einige Grippe-Viren und das Epstein-Barr-Virus, das Pfeiffersches Drüsenfieber auslöst. 

Psychische Störungen
Vielfach ist die Ursache ständiger Müdigkeit psychischer Natur. So klagen beispielsweise depressive Patienten oft darüber. Auch Schizophrenie, Wahnvorstellungen oder Essstörungen, wie Anorexie und Bulimie, werden häufig von starker Müdigkeit begleitet. Eine der häufigsten Ursachen ist anhaltender Stress. Oft ruft er seelische und geistige Ermüdungserscheinungen hervor, die bis zum Burnout führen können. 

Chronisches Müdigkeitssyndrom
Viele Menschen sind aber auch ohne erkennbare körperliche oder psychische Störung ständig erschöpft und müde. Dauert dieser Zustand mindestens 6 Monate und geht mit anhaltender Tagesmüdigkeit einher, spricht man von einem chronischen Erschöpfungs- bzw. Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue-Syndrom, CFS). Das gilt vor allem, wenn charakteristische Symptome hinzukommen, wie geschwollene, schmerzhafte Lymphknoten, Hals- oder Muskelschmerzen, grippeähnliche Beschwerden sowie leicht erhöhte Temperaturen ohne erkennbaren Infekt. Die genauen CFS-Auslöser sind unklar. Diskutiert werden unter anderem chronische Virus-Infekte, Stress und unbewältigte Konflikte.

Viele Ursachen – viele Behandlungsoptionen
Wenn sich Ursachen für die ständige Müdigkeit ausmachen lassen, kann gezielt behandelt werden. Finden sich die Ursachen nicht, setzt die Schulmedizin im Wesentlichen auf eine Unterstützung des Immunsystems, z.B. durch 
  • nährstoff- und ballaststoffreiche Kost,    
  • gezielten Einsatz von Vitaminen- und Mineralstoff-Präparaten, 
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr,
  • ggf. reduzierten Genussmittelkonsum, 
  • regelmäßige Bewegung, 
  • Wechselduschen und 
  • Stressvermeidung. 
Die Naturheilkunde favorisiert neben der Umstellung von Ernährungs- und Lebensweise eine Kombination aus psychotherapeutischen Maßnahmen, Naturheilverfahren, wie Akupunktur, Homöopathie oder Bachblütentherapie, und – sofern angezeigt – einer Leberentgiftung bzw. einem Ausleitungsverfahren. 

AI


 
 



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