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Schilddrüsen-Therapie

Für körperliche und psychische Balance

Was ist Schilddrüsentherapie?

Die Schilddrüse [engl: thyroid, lat: Glandula thyreoidea; Schmetterlingsförmige endokrine Drüse, anatomisch am Hals unterhalb des Kehlkopfes gelegen] ist die größte reine Hormondrüse des Körpers und steuert unseren gesamten Stoffwechsel. Mit den von ihr produzierten jodhaltigen Hormonen gehört sie zum Gesamthormongefüge des Körpers. Bei Erkrankungen der Schilddrüse unterscheidet man grundsätzlich hormonelle Fehlfunktionen und Veränderungen der Drüse in Größe und Beschaffenheit. Meist bestehen Übergangs- oder Mischformen.
Zur Behandlung einer Schilddrüsenerkrankung stehen viele verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.
Eine ganzheitliche, medikamentöse Therapie von Schilddrüsenfunktionsstörungen hat dabei immer das gesamte Hormongefüge im Blick und sieht als wichtigstes Ziel das Wohlbefinden des Patienten.

Historische Entwicklung

Schilddrüsenfunktionsstörungen wurden schon vor 2000 Jahren in China, Indien und Ägypten beschrieben. Aus dem 7. Jahrhundert gibt es Aufzeichnungen, wonach in China Strumatherapien [Struma: dt: Kropf] mit tierischen Schilddrüsen erfolgreich durchgeführt wurden. Der berühmte Heiler Paracelsus erkannte im 16. Jahrhundert einen Zusammenhang zwischen der Vergrößerung der Schilddrüse und Missbildungen und Entwicklungsstörungen bei Kindern (Kretinismus). 300 Jahre später wurde dann in Frankreich die Jodmangelstruma mit Jodgaben [Jod: essentielles Spurenelement aus der chemischen Gruppe der Halogene] therapiert. Erst Ende des 19. Jahrhunderts besann man sich wieder auf Behandlungen mit Schilddrüsenextrakten von Hammel oder Schwein. 1914 wurde aus Schilddrüsenmaterial Thyroxin isoliert und konnte wenig später synthetisch hergestellt werden. Damit begann die Behandlung von Schilddrüsenunterfunktionen mit dem Schilddrüsenhormon L-Thyroxin.

Die Schilddrüsenhormone

Die Schilddrüse produziert mehr als 20 verschiedene Schilddrüsenhormone. Davon ist bisher vor allem der Hauptproduktionsweg der körpereigenen Herstellung von Thyroxin [Synonyme: T4, Levothyroxin, L-Thyroxin, Tetraiodthyronin] aus den Bausteinen Tyrosin [bedingt-essentielle Aminosäure; Grundbaustein für körpereigene Bildung von Neurotransmittern und Hormonen] und Jod genau untersucht. Levothyroxin selbst wird durch Dejodierung (Abspaltung eines Jod-Atoms) zum Großteil in Leber und Darm, zum Teil in der Schilddrüse und in den restlichen Körperzellen in das biologisch viel stärker wirksame Schilddrüsenhormon Liothyronin [Synonyme: T3, Triiodthyronin, Liothyronin] umgewandelt. Über den Blutkreislauf gelangen die Hormone zu jeder einzelnen Zelle unseres Körpers. Erst bei der Verbindung des Schilddrüsenhormons mit speziellen Andockstellen auf den Zielzellen, Rezeptoren genannt, kommt die Hormonwirkung zur Entfaltung.

Regulation der Schilddrüsenhormone

Wieviel Hormon produziert und freigesetzt wird, überwachen und steuern übergeordnete Regionen im Gehirn: die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) und der Hypothalamus (ein Teil des Zwischenhirns). Sinkt der Schilddrüsenhormon-Spiegel im Blut, gibt die Hypophyse vermehrt TSH (Thyreoidea- stimulierendes Hormon) ins Blut ab. Dieser Botenstoff bewirkt in der Schilddrüse eine verstärkte Hormonfreisetzung. Übersteigt der Spiegel an Schilddrüsenhormon einen Normwert, erfolgt eine negative Rückkopplung. Diese Regelungsvorgänge bieten eine Möglichkeit für eine erste Funktionskontrolle der Schilddrüse.

Funktionsstörungen der Schilddrüse

Bei der Produktion der Schilddrüsenhormone ist das Drüsengewebe starken oxidativen Belastungen ausgesetzt. Aufgrund dessen ist die Schilddrüse sehr anfällig für Gewebsveränderungen, die dann mit Funktionsstörungen und einem hormonellen Ungleichgewicht einhergehen.

Typische Beschwerden bei einem Schilddrüsenhormon-Mangel (Hypothyreose) können sein:
Antriebsschwäche, gesteigertes Schlafbedürfnis, leichtes Frieren, Neigung zu Ödembildung, Neigung zu Gewichtszunahme und Verstopfung.

Typische Beschwerden bei einem Schilddrüsenhormon-Überschuss (Hyperthyreose) können sein: nervöse Reizbarkeit, Herzrasen, Neigung zu Schlafstörungen, erhöhte Schweißneigung, Hitzeintoleranz, Neigung zu eher reger Verdauung.

Als Struma oder Kropf bezeichnet man eine vergrößerte Schilddrüse. Ursache dafür ist häufig ein Jodmangel. Dadurch fehlt der Schilddrüse ein wichtiger Baustein für die Hormonproduktion. Die Drüse reagiert darauf mit einer Gewebsvermehrung.

Bei der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis zeigen sich stark entzündliche Veränderungen im Schilddrüsengewebe. Die Schilddrüse ist dadurch in ihrer Funktion stark eingeschränkt. Der Verlauf dieser Erkrankung kann sehr individuell sein, Phasen der Unter- und Überfunktion können sich abwechseln und damit den gesamten Stoffwechsel durcheinanderwirbeln.

Da die Schilddrüse in enger Wechselwirkung mit allen anderen Hormonsystemen im Körper steht, haben Fehlfunktionen der Schilddrüse u.a. weitreichende körperliche und psychische Auswirkungen, z.B. auf die Stoffwechsellage, den Energieverbrauch, die Vitalität, die Sexualität und das seelische Wohlbefinden.

Wirkprinzip

Funktionsstörungen der Schilddrüse sind meist mit zuviel oder zuwenig Schilddrüsenhormon verbunden. Die hormonelle Situation der Schilddrüse kann auf den verschiedenen Ebenen des Hormonstoffwechsels beeinflusst werden: bei der Hormonbildung durch die Versorgung mit Grundbausteinen, über Hormongaben in unterschiedlichen Formen, durch die Hormonproduktion hemmende Arzneimittel sowie durch ganzheitliche anregende oder dämpfende Maßnahmen.
Wichtig ist deshalb vorher eine genaue Diagnostik zu den Ursachen der Fehlfunktion und den aktuellen Hormonverhältnissen.

Schilddrüsendiagnostik

Für die Schilddrüsendiagnostik werden neben einem Ultraschall die Laborparameter TSH, fT3 und fT4 (freie, nicht an Proteine gebundene Schilddrüsenhormone) und gegebenenfalls Antikörper (bei Verdacht auf eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse) herangezogen. Auch die Ermittlung des Jodstatus und der Funktion der Nebennieren (Cortisol-Status) kann wichtige Aufschlüsse bringen.
Schilddrüsenwerte bedürfen immer einer ärztlichen Interpretation und sollten stets im Zusammenhang mit dem persönlichen Befinden gesehen werden.
Darüber hinaus gibt die Körpertemperatur, die direkt durch die Schilddrüsenhormone reguliert wird, Auskunft über den momentanen Status der Schilddrüsenfunktion.

Heilmittel

Mikronährstoffe für eine gesunde Schilddrüse
Nur mit den richtigen Mikronährstoffen kann die Schilddrüse gut arbeiten. Eine gezielte Substitution dieser Nährstoffe sollte unter ärztlicher Begleitung erfolgen.
Jod* ist für die Produktion der Schilddrüsenhormone essentiell notwendig.
Tyrosin ist als der Aminosäurebestandteil der Schilddrüsenhormone für die Hormonproduktion wichtig.
Selen* ist ein Baustein der Enzyme, die Thyroxin (T4) in das aktive Hormon Trijodthyronin (T3) umwandeln.
Vitamin D* kommt als Prohormon eine besondere Bedeutung für den gesamten Zellstoffwechsel zu. Für die Schilddrüsenfunktion ist v.a. die entzündungshemmende Wirkung von Vitamin D wichtig.
Eisen, Zink* und Kupfer* unterstützen zusätzlich den Schilddrüsenstoffwechsel.

Möglichkeiten der hormonellen Einflussnahme bei Unterfunktion

Ein diagnostizierter Hormonmangel kann mit bioidentischen Schilddrüsenhormonen ausgeglichen werden. Dafür stehen sowohl T4-Monopräparate (Fertigarzneimittel oder hypoallergene Rezeptur-Arzneimittel in Kapsel- oder Tropfenform) als auch T4/T3-Kombipräparate (Fertigarzneimittel in unterschiedlichen Verhältnissen) und Arzneimittel mit pharmazeutischem Wirkstoff Schilddrüsenextrakt [Synonyme: NDT, Natural Desiccated Thyroid, natürlicher Schilddrüsenextrakt] zur Verfügung.
Gerade für Menschen mit einer Umwandlungsschwäche von T4 in T3 können Präparate, die beide Hormone oder auch noch die zahlreichen Schilddrüsenbegleitstoffe enthalten, hilfreich sein.

Alle hormonhaltigen Präparate unterliegen der ärztlichen Verschreibungspflicht.

Möglichkeiten der medikamentösen Einflussnahme bei Überfunktion

Bei Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) können Thyreostatika eine übermäßige Produktion von Schilddrüsenhormonen verhindern. Auch diese Arzneimittel unterliegen der ärztlichen Verschreibungspflicht.

Ganzheitliche Ansätze

Für die Schilddrüse als zentrales Organ im Hormongefüge sind auch ganzheitliche Therapien von großer Bedeutung, wie die Förderung der Magen-Darm-Gesundheit, Entgiftung und Leberstärkung, Stressreduktion und bewusste Ernährung.
Auf Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, z.B. Glutensensibilität, sollte besonders geachtet werden. Eventuell kann ein zweiwöchiger Verzicht der verdächtigen Lebensmittel weitere Erkenntnisse bringen.
Homöopathen setzen u.a. homöopathisch potenzierte Schilddrüsenhormone (T3, T4) als Globuli zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte der Schilddrüse ein.
Auch allgemein beruhigende oder vitalisierende Maßnahmen können hilfreich sein, wie z.B. Quarkwickel, Hormon-Yoga oder sanfte Massagen der Schilddrüse.

Jede Einflussnahme auf die Schilddrüse sollte unter therapeutischer Begleitung erfolgen und immer das gesamte Hormongefüge im Blick behalten.

Mittel aus der Klösterl-Apotheke

Die Klösterl-Apotheke stellt eine Vielzahl an Schilddrüsen-aktiven Mikronährstoffen und Wirkstoffen als Reinstoff-Rezepturen her. So verarbeiten wir u.a. die orthomolekularen Wirkstoffe Selen*, Zink*, Kupfer* und organisch gebundenes Jod in Form der Meeresalge Ascophyllum nodosum (Kelp) zu Reinstoff-Kapseln. Neben Reinstoff-Kapseln liegen uns flüssige Reinstoff-Rezepturen sehr am Herzen. So verarbeiten wir sowohl Selen als auch Jod zu wässrigen Tropfen und stellen ein großes Sortiment an unterschiedlichen öligen Vitamin D*-Rezepturen her.
Darüber hinaus hat sich die Klösterl-Apotheke auf die Herstellung bioidentischer Hormonrezepturen spezialisiert. Im Bereich Schilddrüsentherapie verarbeiten wir auf ärztliche Verordnung hin sowohl den bioidentischen pharmazeutischen Wirkstoff Levothyroxin zu Reinstoff-Kapseln als auch den pharmazeutischen Wirkstoff Schilddrüsenextrakt zum Rezeptur-Arzneimittel Thyreogland in fein abgestuften Dosierungen.

Bei der Herstellung unserer Reinstoff-Rezepturen verzichten wir bewusst auf den Einsatz von unnötigen Hilfsstoffen, fließverbessernden Zusätzen, Konservierungs- und Farbstoffen.
Durch diese hypoallergene Herstellung wird die Verträglichkeit, insbesondere bei allergisch disponierten Personen, deutlich verbessert.