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Spagyrik

Den Menschen in seiner Gesamtheit begreifen

Was ist Spagyrik?

Das Wort Spagyrik stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Trennen und Vereinen“. Es beschreibt sowohl das Herstellungsverfahren, als auch die damit verbundene Therapieform.
Im Mittelpunkt dieses therapeutischen Systems stehen die durch den besonderen Herstellungsprozess aus Pflanzen gewonnenen spagyrischen Essenzen mit einem großen energetischen Potential.

Die Geschichte der Spagyrik

Die Spagyrik ist eine alte europäische Heilmethode, die auf Paracelsus (1493-1541), den großen Arzt und Alchemisten des Mittelalters, zurückgeht. Dabei wird der Mensch in seiner Ganzheit aus Körper, Geist und Seele wahrgenommen. Die Wurzeln dieser Heilmethode gehen bereits auf vorchristliche Zeit zurück.

Das Wirkprinzip der Spagyrik

Im Zentrum steht die Beeinflussung der „Lebenskraft“, die alle Teile im Körper zu einem organischen Ganzen zusammenfügt, den Organismus belebt und beseelt, auf Störungen jedoch auch immer ganzheitlich reagiert.
Das Erklärungsmodell weist Parallelen auf zu anderen biodynamischen Heilverfahren wie Homöopathie, Schüßler-Salze, Bachblüten und anthroposophischer Medizin.
Die Spagyrik geht davon aus, dass jede Pflanze neben ihrer stofflichen Zusammensetzung auch eine ihr eigene Lebenskraft besitzt. Erst die stofflichen Bestandteile gemeinsam mit dieser Energie machen die gesamte Heilkraft einer Pflanze aus. Die spagyrische Aufbereitung fängt dieses große energetische Potential der Pflanze in ihrer Essenz ein. Eine spagyrische Therapie gibt Anstoß zur Aktivierung der Lebenskraft, setzt Wirk- und Selbstheilungskräfte frei und unterstützt so auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene den Gesundungsprozess. So können tiefgreifende Krankheitsursachen überwunden werden und ein aus dem Gleichgewicht geratener Körper in den gesunden Zustand zurückgeführt werden. Spagyrische Arzneimittel können die Vitalität des Organismus gezielt stärken, die Entgiftung des Körpers ankurbeln und so zu einer spürbaren Entlastung des Stoffwechsels beitragen.
Spagyrik gehört zur Erfahrungsmedizin und entzieht sich einer objektiven, naturwissenschaftlichen Erklärung. Die spagyrische Wirkung beruht auf dem energetischen Potential der Essenzen.

Die Heilmittel der Spagyrik

Die spagyrische Heilmittelherstellung ist seit dem 19. Jahrhundert im Deutschen Homöopathischen Arzneibuch beschrieben. Am Anfang stehen die Heilpflanzen. Sie werden zerkleinert und vergoren. Dabei wird das Pflanzenmaterial einem organischen Auflösungsprozess unterzogen und nach Paracelsus die Lebenskraft der Pflanze in die drei spagyrischen Prinzipien Sal, Sulfur und Mercurius aufgetrennt. Sal steht dabei für die Materie und das Körpergebende, Sulfur für das beseelende Prinzip und das Bewusstmachende und Mercurius ist die Lebensenergie, die das spezifische Wesen (Sulfur) im Körper (Sal) lebendig werden lässt. Während der anschließenden Destillation werden die flüchtigen Stoffe wie ätherische Öle (Sulfur) und Alkohol (Mercurius) abgetrennt. Der getrocknete Destillationsrückstand enthält noch wertvolle Mineralien und Spurenelemente. Durch Veraschung werden diese aus ihrer organischen Verbindung gelöst. Beim Vereinen der wasserlöslichen Salze (Sal) aus der Asche und der flüssigen Anteile entstehen die wirksamen und wohlriechenden spagyrischen Essenzen von hoher Qualität.

Ziel dieses aufwendigen und traditionellen Herstellungsverfahrens ist es, mittels Gärung, Destillation und Veraschung die heilkräftigen Bestandteile zugänglich zu machen und vom Pflanzenkörper zu trennen, um die im Inneren ruhenden Heilkräfte freizusetzen.

Die Anwendung der Spagyrik

Möglichst unter therapeutischer Begleitung kann Spagyrik als eigenständige, sanfte Therapie eingesetzt oder mit anderen Therapieformen kombiniert werden. Sowohl prophylaktisch als auch bei akuten und chronischen Leiden können spagyrische Essenzen angewendet werden. Zur Anwendung kommen entweder Einzelessenzen oder individuell zusammengesetzte Mischungen. Bei der Wahl der Mittel folgen Therapeuten einem ganzheitlichen Prinzip. Deshalb kann es sein, dass verschiedene Personen auf das gleiche Mittel unterschiedlich reagieren beziehungsweise ein ähnliches oder gleiches Krankheitsbild bei verschiedenen Personen sehr unterschiedliche Mischungen erforderlich macht.

Anwendungshinweise für spagyrische Mittel

Beachten Sie bitte genau die Einnahmeempfehlungen (Dosierung und Art der Anwendung) Ihres Therapeuten! Denn spagyrische Mittel werden sehr individuell ausgewählt und über das Einnahmeschema (Häufigkeit, Tropfenanzahl) können die unterschiedlichen Wirkebenen (körperlich, geistig oder seelisch emotional) angesprochen werden.
Bei längerer Lagerung können die Mittel eintrüben. Dies ist ein Qualitätsmerkmal und stellt einen Reifungsprozess dar. Deshalb vor Gebrauch bitte aufschütteln.
Die Tropfen können unverdünnt oder in etwas Wasser eingenommen werden. Zu Beginn einer spagyrischen Behandlung kann es zu einer leichten Verstärkung der bestehenden Symptome kommen – ähnlich der Erstverschlimmerung in der Homöopathie.

Spagyrische Mittel aus der Klösterl-Apotheke

Die Klösterl-Apotheke hält ein Sortiment von über 100 spagyrischen Essenzen vorrätig, u. a. alle Essenzen der Firma Phylak Sachsen, die sich auf die Vorschriften nach Carl-Friedrich Zimpel beziehen. Das Arzneisystem nach Zimpel gilt als das älteste spagyrische Verfahren und wird heute noch in größerem Umfang hergestellt.
Nach Therapeutenempfehlung oder auf Kundenwunsch fertigen wir Tropfen, Tropfenmischungen, oder Salben mit spagyrischen Essenzen. Auch Globuli können hergestellt werden, sie eignen sich gut für Kinder oder als alkoholfreie Variante.