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Was ist eigentlich…? Berührungstherapie

Eine Umarmung zur Begrüßung, ein tröstendes Streicheln im Gespräch, ein Händedruck zur Verabschiedung – unsere Seele sehnt sich nach solchen Berührungen. Es ist ein Urbedürfnis, welches tief im menschlichen Sein verankert ist. In den letzten Monaten haben wir solche Berührungsmomente manchmal vermissen müssen.

Berührung löst vieles im Körper aus, es wird Dopamin ausgeschüttet und das „Kuschel-Hormon“ Oxytocin, welche beide das Wohlbefinden fördern. Auf angenehme Berührung reagiert der Körper mit Entspannung, niedrigerer Herzfrequenz und ruhigerer Atmung. Körperkontakt schenkt uns Nähe, Geborgenheit und Trost.

Ohne Hautkontakt können Neugeborene nicht überleben. Viele Krankenhäuser ermöglichen daher in ihren Frühchen-Stationen für die Frühgeborenen Hautkontakt zu den Eltern oder regelmäßige Streicheleinheiten durch das Pflegepersonal. Studien dazu haben gezeigt, dass die Babys dann schneller wachsen, weniger schreien und ruhiger schlafen sowie leichter Bindung entwickeln können.

Auf therapeutischer Ebene wird Berührung in unterschiedlichster Weise eingesetzt. Die Vielfalt an Methoden reicht von klassischer Massage über manuelle Therapie bis hin zu Akupressur oder Energieheilung.

So unterschiedlich die verschiedenen Behandlungen in den Berührungstherapien auch sein mögen, es verbindet sie das Wissen um die Heilwirkung der Berührung, die positive Auswirkung von Körperkontakt auf das Gehirn sowie auf den emotionalen und physischen Zustand des Menschen.

Gezielte Berührung und haptischer Kontakt werden angewendet, um das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen. Wie passend, dass im Wort ‚Behandlung‘ die heilende Hand bereits enthalten ist.

In Kliniken oder in der Pflege werden Berührungstherapien in Kombination mit anderen medizinischen Ansätzen angewendet. Als unterstützende Heilmethoden werden sie zur Entspannungsförderung, Stressreduzierung, Linderung von Schmerzen und Beschleunigung von Wundheilung eingesetzt.

Jenseits der therapeutischen Berührung ist der zwischenmenschliche Körperkontakt unersetzlich. Nur ist der Kontakt zu anderen Menschen nicht immer möglich und gerade für Alleinlebende kann fehlender körperlicher Kontakt auf Dauer zu einem geschwächten Immunsystem, depressiven Verstimmungen oder Angstzuständen führen. Diese Auswirkungen wurden in der Phase der Kontaktbeschränkungen im letzten Frühjahr besonders deutlich spürbar.

Obwohl die Berührung von anderen Menschen durch nichts zu ersetzen ist, sei laut Haptik-Forscher Martin Grunwald die Selbstberührung ebenso sehr wichtig. Wenn also gerade keine andere Person und auch kein Haustier zum Umarmen oder Kuscheln in der Nähe sind, können Sie sich das Bedürfnis nach Berührung ein wenig selbst erfüllen und sich Wärme und Geborgenheit schenken.

Zum Beispiel durch ein warmes Bad mit aromatischen Ölen, eine ayurvedische Selbstmassage oder indem Sie es sich mit einer dicken Decke auf dem Sofa eingehüllt gemütlich machen. Als besonderen Genuss gönnen Sie sich auch gerne mal eine pflegende Gesichtsbehandlung oder genießen eine Wellness-Massage.

Was ist eigentlich…? Berührungstherapie