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Was ist eigentlich…? Entspannungstherapie

Ein bisschen Ruhe, Momente der inneren Einkehr, geistig und körperlich abschalten und so zu regenerieren. Klingt in unserer hektischen und momentan auch unsicheren Zeit wie purer Luxus. Zu selten nehmen wir uns eine Auszeit, um mit aktiven Entspannungsmethoden wieder Kraft zu schöpfen.

Warum ist Entspannung so wichtig?

Das Gegenteil zur Entspannung ist die Anspannung. Erzeugt wird diese u.a. durch Dauerstress, auch Distress oder negativer Stress genannt. Andauernde Reizüberflutung, Leistungsdruck, Probleme und Freizeitstress gehören heute zu unserem Alltag. Wir können uns diesen Faktoren oft nur schwer entziehen, und nicht selten werden wir uns dessen erst bewusst, wenn uns unser Körper eindeutige Signale, wie z.B. Konzentrationsmangel, Ängste und Schlafstörungen, sendet. Gerne werden diese ersten Anzeichen erstmal übergangen, da wir meinen, unseren alltäglichen Anforderungen nicht zu entkommen.

Was passiert jedoch mit uns in einer Stress-Reaktion? Stress ist eigentlich eine natürliche Reaktion unseres Körpers, um herausfordernde Aufgaben zu meistern. Wenn wir gestresst sind, produziert der Körper Stresshormone wie Adrenalin, Dopamin und Cortisol. Diese setzen Energiereserven frei und verlangsamen unser Immunsystem. Wir sind in Alarmbereitschaft. Dieser Prozess sicherte unser Überleben. Jedoch sollte nach jeder Stresssituation auch wieder eine Entspannung folgen, denn wer unter Dauerstress leidet, soll laut des Bundesministeriums für Gesundheit auch anfälliger für Erkrankungen sein und langsamer wieder genesen. Ein großer Teil der Stressintervention sind daher die Entspannungstechniken!

Was sind Entspannungstechniken?

Entspannungsmethoden sind übende Verfahren zur Verringerung körperlicher und geistiger Anspannung oder Erregung.

Voraussetzung ist, dass die Übenden ihre Aufmerksamkeit auf innere Prozesse lenken können.

Diese Verfahren können erlernt werden und sollen regelmäßig selbständig praktiziert werden, um einen effektiven Erfolg zu spüren.

Wie wirken Entspannungsmethoden?

Alle Entspannungsverfahren führen zu einer Entspannungsreaktion und damit zu einer körperlichen und seelischen Beruhigung. Auf der neurologischen Ebene wird der Parasympathikus stimuliert, auf der körperlichen Ebene wird die Atmung ruhiger und flacher, die Herzfrequenz verlangsamt sich, der arterielle Blutdruck wird gesenkt und der Muskeltonus verringert sich. Ziel aller Entspannungsverfahren ist es, störende Außenreize zu ignorieren und eigene Bedürfnisse besser wahrzunehmen und somit ein verbessertes emotionales und körperliches Wohlbefinden zu erlangen.

Bei welchen Indikationen können sie helfen?

Heute sind Entspannungsverfahren aus der Behandlung von Patient*innen, die z.B. unter chronischen Schmerzen leiden, nicht mehr wegzudenken. Und bei fast jeder Psychotherapie gehört mindestens ein Entspannungsverfahren bereits routinemäßig zur Behandlung. Entspannungstechniken werden zudem erfolgreich eingesetzt u.a. bei Burnout, Kopfschmerzen, Tinnitus, Hypertonie, Depressionen, verschiedensten Ängsten und Schlafstörungen. Zudem werden sie begleitend zu chronischen Erkrankungen sowie auch präventiv eingesetzt.

Welche Entspannungsverfahren gibt es?

Die klinisch am häufigsten eingesetzten Techniken sind das autogene Training sowie die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson. Jedoch gibt es vielfältige weitere Methoden, wie z.B. Mediation, Yoga, imaginative Verfahren, Hypnose und Biofeedback.

Auch für Kinder gibt es mit Traumreisen und Stilleübungen einfache Möglichkeiten, Anspannung loszulassen und Entspannung zu lernen.

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Entspannungstechniken in Gruppen- oder Einzelstunden zu erlernen, um diese dann auch selbst effektiv und dauerhaft umsetzen zu können.

Was ist eigentlich…? Entspannungstherapie