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Vitamin C

Vitamin C

Steckbrief

Wissenschaftliche Namen:

Ascorbinsäure

Nährstoffkategorie:

wasserlösliches Vitamin

Tagesbedarf laut DGE:

95 bis 110 mg pro Tag für gesunde Erwachsene, in der Therapie sind deutlich höhere Mengen möglich

Funktionen im Körper:

Oxidationsschutz für zahlreiche körpereigene Stoffe und Zellen, Radikalfänger, Antioxidans, Zellschutz, Immunkompetenz, Entgiftung, Kollagenbiosynthese, Gefäßschutz, Neurotransmittersynthese, Antihistaminfunktion, Eisenstoffwechsel, Wundheilung, blockiert Nitrosaminbildung

Anwendungsgebiete:

chronische Entzündungen, Arthritis, chronische Erkrankungen (Asthma, Diabetes mellitus), Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose, allergische Erkrankungen (Heuschnupfen, Lebensmittelallergien, Asthma), Arthrose, Wundheilung, besondere körperliche und psychische Belastung, Stress, also bei allen Beschwerden, die den Körper oxidativ belasten, sowie im Rahmen gesunden Alterns und der Tumorprävention

Geschichte des Vitamin C

Bekanntheit erlangte dieses Vitamin im 18. Jahrhundert durch den britischen Schiffsarzt James Lind. Er brachte das Auftreten von Skorbut, einer unter Seeleuten schon lange gefürchteten Erkrankung, mit Ernährungsfaktoren auf See in Beziehung. Daher gab er den Seemännern Zitrusfrüchte mit auf die lange Reise (täglich 2 Orangen und 1 Zitrone pro Person), und keiner von ihnen litt mehr unter der Krankheit, die sich durch Schleimhautblutungen, Schwindel und Infektanfälligkeit äußert und tödlich enden kann. Heutzutage stellt die Vitamin C-Mangelerkrankung in entwickelten Ländern kein Problem mehr dar.

1927 gelang es dem ungarischen Wissenschaftler Szent-Györgyi, Vitamin C zu isolieren, und 1934 begann die industrielle Produktion von Ascorbinsäure.

Der US-amerikanische Chemiker und Nobelpreisträger Linus Pauling wurde Mitte des 20. Jahrhunderts nicht nur durch seine Forschung bekannt, sondern auch durch seinen außerordentlich hohen Verzehr von 18 Gramm Vitamin C täglich. Er war der Ansicht, dass man dadurch Infekte verhindern und dem Krebs vorbeugen kann. Gestorben ist er zwar an Prostatakrebs, jedoch erst im Alter von 93 Jahren. Bis dahin erfreute er sich bester körperlicher und geistiger Gesundheit.

Physiologische Bedeutung

Die große Bedeutung von Vitamin C beruht auf seiner chemischen Struktur. Dadurch kann es sowohl als Antioxidationsmittel als auch als wichtiger Cofaktor im Stoffwechsel fungieren.

Antioxidans und Zellschutz
Durch seine Wirkung auf das körpereigene antioxidative Schutzsystem inaktiviert Vitamin C freie Radikale und reaktive Sauerstoffverbindungen, welche ansonsten wichtige biologische Substanzen schädigen sowie Entzündungen begünstigen können. Dadurch schützt Vitamin C z.B. Zellmembranen, Fette (Vitamin E), Proteine und Nukleinsäuren.

Immunsystem
Vitamin C wirkt modulierend (ausgleichend) auf das Immunsystem. Zum einen stimuliert es auf vielfältige Weise die Immunkompetenz. So fördert Vitamin C die Antikörperbildung, verbessert die virale Infekt-Abwehr und regt die Lymphozyten-Neubildung an. Zum anderen dämpft Vitamin C ein Überschießen der Immunantwort, indem es die Mastzellen stabilisiert, die Histamin-Freisetzung senkt und damit die Autoaggressivität und Allergieneigung reduziert.

Entgiftung
Vitamin C stimuliert die Synthese von Cytochrom P450, einem wichtigen Faktor bei der Entgiftung (Verstoffwechslung) von schädigenden Stoffwechselprodukten. Dieses Enzymsystem der Leber ist wichtig für die Ausscheidung körperfremder Stoffe wie Umweltgifte oder Genussgifte (Tabak, Alkohol).

Fettstoffwechsel
Vitamin C verhindert die Oxidation von Cholesterin und fördert Abbau und Ausscheidung von Cholesterin. Auch der Triglycerid- und Lipoprotein a-Spiegel werden durch Vitamin C gesenkt und das gute HDL-Cholesterin verbessert sich. Es schützt dadurch die Gefäßwände und reduziert die Gefahr von Blutgerinnseln.

Neuromodulation
Auch zur Synthese von Steuerungshormonen für die Schilddrüse und Neurohormonen (Überträgersubstanzen für Nervenimpulse) für die Stressregulation ist Vitamin C erforderlich.

Binde- und Stützgewebe
Vitamin C ist essentiell für die Bildung und Einlagerung von Kollagen (bindegewebiges Strukturprotein) und erhält es elastisch. Kollagene Fasern sind am Aufbau von Knorpel, Knochen, Zahnhalteapparat, Blutgefäßen und Bindegewebe und am Wundheilungsprozess maßgeblich beteiligt.

Antihistaminfunktion
Vitamin C kontrolliert den Bronchien-verengenden Entzündungsmediator Histamin. Es ist am Abbau und der Ausscheidung von Histamin beteilgt und beeinflusst so die allergische Gesamtkonstitution.

Weitere
Vitamin C ist an zahlreichen weiteren physiologischen Prozessen wesentlich beteiligt, z.B. an der Carnitinsynthese, an der Eisenresorption, sowie am Aufbau von Neurotransmittern und Hormonen.

Präventive und therapeutische Anwendungsgebiete

Vitamin C kann als präventive oder therapiebegleitende Maßnahme zahlreiche Beschwerden lindern und positiv beeinflussen:

Aufgrund der Antihistaminwirkung hat Vitamin C einen regulierenden und dämpfenden Einfluss auf allergische Erkrankungen (Heuschnupfen, Lebensmittelallergien, Asthma).

Über die Effekte auf Cholesterinspiegel und Gefäße wirkt Vitamin C einer Verkalkung der Gefäße in Herz, Hirn und Peripherie entgegen und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Von den wundheilungsfördernden und zellschützenden Effekten von Vitamin C können v.a. Diabetiker profitieren. Aufgrund der hohen Radikal-Last ist der Organismus bei Diabetes einem hohen oxidativen Stress ausgesetzt, der Blutgefäße, Nerven und Organe schädigt.

Aus der immunstärkenden Funktion von Vitamin C leitet sich eine positive Wirkung bei Infektionen und Erkältungskrankheiten ab. Diese Infekt-abschwächende oder -verhindernde Wirkung wird immer noch kontrovers diskutiert, obwohl neuere Untersuchungen mit Vitamin C-Gaben deutlich über 1.000 mg einen signifikanten Effekt von Vitamin C zur Infektabwehr zeigen.

Durch die Beteiligung an der Kollagensynthese hat Vitamin C einen wundheilungsfördernden Effekt nach Verletzungen, Verbrennungen, Operationen, bei Hauterkrankungen und Frakturen.

Die zahlreichen Funktionen von Vitamin C weisen auf eine tumorprophylaktische Wirkung hin. So kommt Vitamin C zusammen mit anderen Vitalstoffen eine wichtige Rolle in multimodalen Therapiekonzepten zu, die von Therapeuten individuell für Patienten im Rahmen einer integrativen Krebstherapie erstellt werden.

Ernährung

Während Pflanzen und viele Tiere Vitamin C selbst bilden können, ist der Mensch auf die ausreichende Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Als wasserlösliches Vitamin kann Ascorbinsäure im Körper kaum gespeichert werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für gesunde Kinder und Jugendliche altersabhängig 20 bis 105 mg pro Tag und für gesunde Erwachsene eine Zufuhr von 95 bis 110 mg pro Tag. In der Stillzeit erhöht sich die Empfehlung auf 125 mg pro Tag.

Die Zufuhrempfehlungen werden seit Linus Pauling bis heute kontrovers diskutiert. Als gesichert gilt, dass für vorbeugende und therapeutische Wirkungen höhere Dosierungen sinnvoll sind, als von Ernährungsgesellschaften angegeben werden. In der Prävention und Therapie können deshalb deutlich höhere Dosen eingesetzt werden.

Vitamin C kommt in folgenden Lebensmitteln ergiebig vor:
pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Kräuter.

Beispielhafte Vitamin C-Mengen:
100 g Orangen enthalten etwa 50 mg Vitamin C, 100 g Rosenkohl 110 mg, 100 g Paprika 140 mg, 100 g Johannisbeeren 180 mg. Der Spitzenreiter unter den Vitamin C-haltigen Früchten ist die Acerolakirsche mit 1.500 mg pro 100 g, gefolgt von Sanddornbeeren mit 450 mg pro 100 g.

Lagerung und Zubereitung:
Vitamin C ist gut wasserlöslich, hitze- und lichtempfindlich. Dies sollte bei der Lebensmittelzubereitung beachtet werden. Auch mit der Lagerungszeit wird das Vitamin C in Obst und Gemüse rasch abgebaut, so dass tiefgefrorene Produkte oft mehr Vitamin C enthalten als lange gelagerte Früchte.

Erhöhter physiologischer Bedarf

Personengruppen, denen eine erhöhte Zufuhr empfohlen wird, sind chronisch kranke, infektanfällige, gestresste und ältere Menschen sowie Raucher und Alkoholkranke.
Einen erhöhten Bedarf haben auch Kinder, Heranwachsende, Schwangere und Stillende.

Substitution

Neben einer gezielten Lebensmittel-Auswahl gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, Vitamin C dem Körper zuzuführen. Die Darreichungsformen reichen von Brausetabletten über Tabletten, Kapseln, Pulver bis zu Injektionslösungen, die von Therapeuten verabreicht werden.

Nach Einnahme von gelöstem Vitamin C oder Vitamin C-Lutschtabletten sollte der Mund nachgespült werden, da Ascorbinsäure den Zahnschmelz angreifen kann.

Bei oraler Zufuhr sehr hoher Dosen Vitamin C gelangen größere Mengen in tiefere Darmabschnitte, binden dort Flüssigkeit und können zu Blähungen und Durchfall führen. Eine Gefahr geht von einer sogenannten Hypervitaminose jedoch nicht aus – selbst bei Dosen über 10 g pro Tag, da ein Zuviel des wasserlöslichen Vitamins dann über die Nieren ausgeschieden wird.

Der Körper kann im Mengenbereich bis 200 mg über 90 Prozent des zugeführten Vitamin C im Dünndarm aufnehmen und verwerten. Dieser Anteil sinkt mit steigender Zufuhr. Deshalb empfiehlt es sich, Vitamin C in kleineren Mengen über den Tag verteilt zu sich zu nehmen.

Unsere Empfehlung

Die Verträglichkeit und Bioverfügbarkeit von Vitamin C ist stark abhängig von der verwendeten Vitamin C-Quelle. Wir empfehlen gepuffertes Vitamin C (Calciumascorbat): Es ist sehr gut magenverträglich, verbleibt länger im Körper und belastet den Säure-Basen-Haushalt nicht.
Um die antioxidative Kraft des Vitamins und seine Bioverfügbarkeit noch zu steigern, kann Calciumascorbat mit natürlichen Pflanzenstoffen (Bioflavonoiden) kombiniert werden.

Mittel aus der Klösterl-Apotheke

  • Bioflavon C (Kapseln), Nahrungsergänzungsmittel
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Hinweis

Dieses Lexikon enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.
Es kann ärztlichen Rat nicht ersetzen.