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Ringelblume

Ringelblume

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Calendula officinalis

Weitere Namen:

Dotterblume, Goldblume, Morgenröte, Regenblume,

Pharmazeutische Verwendung:

Blüten

Familie:

Korbblütler (Asteraceae)

Heimat:

Europa

Inhaltsstoffe

Flavonoide, Triterpensaponine, ätherische Öle, Terpene, Carotinoide, Cumarine, Polysaccharide, Polyacetylen, Bitterstoffe, Pflanzensäuren

Wirkung

Abschwellend, adstringierend, antibakteriell, antiviral, antimykotisch, entzündungshemmend, geschwürhemmend, wundheilend (u.a. granulationsfördernd), krampflösend, Lymphfluss steigernd, durchblutungsfördernd, schweißtreibend, antitumoral

Anwendung

Innerlich:
Bei Magen- und Darmbeschwerden, Magengeschwür, chronisch entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt, Brechreiz, Verstopfung, Gallenbeschwerden, Leberschwäche, Kopfschmerzen, geschwollenen Lymphknoten, Schlaflosigkeit, Angstzuständen, prämenstruellem Syndrom mit Brustspannen, unregelmäßigen
Zyklen, Menstruationsschmerzen, Wechseljahresbeschwerden, rheumatischen Beschwerden

Äußerlich:
Bei schlecht heilenden Wunden, Schnittwunden, Prellungen, Blutergüssen, Quetschungen, Zerrungen, Verbrennungen inklusive Sonnenbrand, Erfrierungen, juckenden, roten Hautausschlägen (wie Insektenstich, Pickel, Furunkel), bei unreiner Haut, Schmerzen in Amputationsstümpfen, bei Warzen, gesprungenen Lippen, wund geriebenen Hautstellen, Wundliegen, wunden Brustwarzen, Windeldermatitis, Narbenwucherungen, Ekzemen (auch anal oder vaginal), Hämorrhoiden, Krampfadern, Unterschenkelgeschwüren, offenen Beinen

Nebenwirkungen

Selten allergische Reaktionen

Gegenanzeigen

Schwangerschaft, atopische Erkrankungen (allergische Reaktion)

Für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren, Schwangeren und Stillenden liegen
noch keine Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vor.

Naturphilosophische Prinzipien/Kräfte/Signaturenlehre

Signaturenlehre:

Sonne

TCM:

bewegt Leber-Qi, Feuchtigkeit sowie Leber- und Herz-Blut, eliminiert Schleim und Hitze wie Wind-Hitze und toxische Hitze sowie pathogene Restfaktoren, adstringiert

Ayurveda

Pitta ausgleichend, Vata senkend

Vorstellung und Geschichte

Die Ringelblume ist eine meist einjährige krautige Pflanze, die bis zu 70 cm hoch wird. Der kantige, behaarte Stängel trägt ebenfalls behaarte, länglich lanzettliche Blätter mit glattem Rand und verzweigt sich im oberen Abschnitt. Die einzeln stehenden Blütenkörbe bestehen innen aus 30 bis 100 zwittrigen Röhrenblüten und außen aus 60 bis über 150 weiblichen, fruchtbaren, dottergelben bis orangefarbenen Zungenblüten. Aus den Zungenblüten entwickeln sich die 9 bis 15 mm langen Samen. Sie sind gekrümmt bis geringelt und gaben der Pflanze ihren Namen. Mit ihren großen, leuchtendgelben bis orangegelben Blüten ist die Ringelblume eine beliebte und anspruchslose Gartenpflanze. In vielen Gärten leistet sie von Juni bis Oktober einen Beitrag zur Blütenpracht.

Die Ringelblume bringt aufgrund des Erscheinungsbildes ihrer Blüten die Kraft der Sonne nicht nur in den Garten, sie verleiht sie auch dem Menschen, der die Calendula anwendet. Auf diese Weise unterstützt sie ihn bei körperlichen und emotionalen Verletzungen. Wie die Haare der Pflanze die Oberfläche der Stängel und Blätter bedecken, so vermag die Ringelblume auch Körper und Seele schützend einzuhüllen. Medizinisch werden vornehmlich die getrockneten Zungenblüten aber auch die ganzen bzw. zerkleinerten, getrockneten Blütenkörbchen verwendet. Letztere enthalten allerdings Allergene, so dass sie nicht von jedermann vertragen werden. In der Lebensmittelindustrie wird die Ringelblume als Farbstoff eingesetzt, vorwiegend bei Butter und Käse.

Anwendung und Wirkung

Heute wird die Calendula vor allem äußerlich als Tinktur oder Salbe angewendet. Wegen ihrer hautpflegenden und beruhigenden Wirkung findet sie sich in zahlreichen Cremes, von der einfachen Hautcreme bis zu speziellen Präparaten zur Wundpflege. Als Umschlag, Tinktur, Öl oder Salbe wird sie vor allem bei schlecht heilenden Wunden aller Art, Erfrierungen und Verbrennungen einschließlich Sonnenbrand sowie Hauterkrankungen wie juckenden oder geröteten Hautausschlägen eingesetzt. Hierzu gehören Insektenstiche, Pickel, Furunkel, unreine Haut und Warzen ebenso wie eingerissene Lippen, wund geriebene Hautstellen, Windeldermatitis, wunde Brustwarzen oder Narbenwucherungen. Grund sind die zusammenziehenden Eigenschaften. Dabei fördern die Inhaltsstoffe der Ringelblume die Granulation, also die Bildung einer Abdeckschicht auf der Wunde, um das Eindringen von Krankheitserregern zu hemmen. So wie sich die Zungenblüten mit ihrer Frucht um den inneren Korb mit den unfruchtbaren Röhrenblüten ringeln, stimuliert die Ringelblume demnach die Bildung eines schützenden Mantels über der angegriffenen Haut. In der chinesischen Medizin versteht man darunter die Elimination von Hitze. Allerdings hängen ihre antimikrobiellen Eigenschaften von der Verarbeitung der Ringelblume ab: während das Öl antibakteriell und antimykotisch wirkt, bekämpft die Tinktur vor allem Viren. Der wässrige Auszug kann dagegen als Alternative zum Öl zur Behandlung von Pilzerkrankungen genutzt werden.

Ebenso hat die Calendula sich bei Ekzemen inklusive vaginalen oder analen Hautbeschwerden und Hämorrhoiden bewährt. Aufgrund ihrer durchblutungsfördernden Wirkung wird sie zudem bei offenen Beinen bzw. Unterschenkelgeschwüren verwendet. Schmerzen an Amputationsstümpfen können mit Umschlägen mit einem Ringelblumen-Tee oder einer verdünnten Tinktur gelindert werden. Aufgrund ihres Gehalts an Flavonoiden, Cumarinen und ätherischen Ölen bewegt sie aus Sicht der chinesischen Medizin mit dem Leber-Qi die Flüssigkeiten, aber auch das Leber- und Herz-Blut und kann daher jedwede Form von Stagnation auflösen. Daher lindert sie beispielsweise Prellungen, Blutergüsse, Quetschungen, Zerrungen oder Krampfadern, wenn man sie als Creme, Öl oder verdünnte Tinktur aufträgt.

Zu Unrecht wird die Ringelblume innerlich Teemischungen oft nur noch als Schmuck beigegeben, denn sie kann viele Magen- und Darmbeschwerden von Brechreiz über leichte Verstopfung, Gallenbeschwerden, Leberschwäche bis hin zu Entzündungen der Schleimhäute effektiv lindern. Ihre krampflösende Wirkung zeigt sich unter anderem bei Kopf- und Menstruationsschmerzen. Auch bei unregelmäßigen Zyklen oder einem prämenstruellen Syndrom mit Spannungen in der Brust sowie Wechseljahresbeschwerden kann sie zur Linderung der Beschwerden beitragen. Lymphknoten schwellen ab, da die Ringelblume den Lymphfluss anregt. Ferner kann sich die entzündungshemmende Kraft der Pflanze bei rheumatischen Beschwerden zeigen. Ergeben sich bei der chinesischen Zungendiagnose Hinweise auf pathogene Restfaktoren, können diese mit Hilfe der Ringelblume nach und nach ausgeleitet werden. Zudem stellt sie die psychische Integrität nach Verletzungen wieder her und lindert Ängste.

Aufgrund ihres Gehalts an Triterpensaponinen wirkt die Ringelblume zudem zytotoxisch. Daher kam sie bis ins 19. Jahrhundert bei Krebserkrankungen zum Einsatz. Inzwischen konnten wissenschaftliche Studien die antitumorale Wirkung einiger Inhaltsstoffe der Ringelblume bestätigen. Allerdings reichen die aktuellen Erkenntnisse für einen gezielten Einsatz noch nicht aus. Daher wird sie bisher lediglich zur Prävention und Behandlung einer durch Strahlentherapie ausgelösten Dermatitis verwendet.

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