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Heidelbeere

Heidelbeere

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Vaccinium myrtillus

Weitere Namen:

Blaubeere

Pharmazeutische Verwendung:

Blätter, Früchte, Knospen

Familie:

Erikagewächse (Ericaceae)

Heimat:

lichte Kiefer- und Fichtenwälder sowie Hochmoore in Mittel- und Nordeuropa, Asien und Nordamerika

Inhaltsstoffe

Früchte:
Gerbstoffe, Flavonoide, Anthocyane, Vitamine, Mineralstoffe, Fruchtsäuren und andere Pflanzensäuren, Zucker, Pektine

Blätter:
Gerbstoffe, Flavonoide, Iridoide, Pflanzensäuren, Mineralstoffe, Arbutin

Wirkung

Früchte:
Antioxidativ (Zellschützend), Nachtsicht verbessernd, adstringierend, leicht abführend (frisch), Durchfall lindernd (getrocknet), antiseptisch, wundheilungsfördernd, gefäßprotektiv, plättchenaggregationshemmend, stoffwechselverbessernd, cholesterinsenkend, antibakteriell

Blätter:
Antidiabetisch, triglyceridsenkend, durchblutungsfördernd

Anwendung

Innerlich:
Früchte: Augenvitamine, Durchfall (getrocknet), Verstopfung (frisch), Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Magen- und Darmgeschwüre

Blätter:
Diabetes Typ 2 (auch Früchte), Harnwegsinfekte

Nebenwirkungen

Blätter bei Daueranwendung möglicherweise leicht giftig

Gegenanzeigen

keine

Für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren, Schwangeren und Stillenden liegen noch keine Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vor.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

In hoher Dosierung Verstärkung der Wirkung von Gerinnungshemmern nicht ausgeschlossen

Naturphilosophische Prinzipien/Kräfte/Signaturenlehre

Signaturenlehre:

Jupiter

TCM:

nährt Leber-Blut, Milz-Yin, Milz-Qi und Weiqi, bewegt und hält das Blut, leitet feuchte Hitze aus dem Darm

Vorstellung und Geschichte

Die echte Heidelbeere oder Blaubeere ist ein heimischer, in lichten Wäldern teppichartige Bestände bildender, kniehoher Strauch, mit vielen kleinen Blättern und nur erbsengroßen, durch und durch schwarzblauen bereiften Beeren, die Zähne und Zunge stark dunkelblau färben. Der beste Sammelzeitpunkt ist um Jakobi, dem 25. Juli.

Nur die echten Heidelbeeren sind ein antioxidantien- und vitalstoffreiches „Superfood“. Die überall im Handel erhältlichen, aus amerikanischen Sorten gezüchteten, schusser- oder murmelgroßen und innen farblosen Kulturheidelbeeren haben leider überhaupt keinen Nährwert.

Anwendung und Wirkung

Während die frischen Beeren oft zu Wein, Saft oder Marmelade verarbeitet oder einfach so gegessen werden, kommen sie getrocknet traditionell bei Durchfällen zum Einsatz, was auch von Kindern gut angenommen wird.  Aus Sicht der chinesischen Medizin eliminieren sie feuchte Hitze aus dem Darm. Hierfür eignen sich alternativ die aus den Knospen hergestellten Auszüge der Heidelbeere (Gemmoextrakte). Verantwortlich für die Wirkung sind die in den Früchten und Knospen enthaltenen Gerbstoffe und Pektine. Aus den getrockneten Beeren kann man sowohl einen Kaltwasserauszug als auch einen Tee zubereiten, man kann sie aber auch einfach kauen. Frische Beeren können jedoch das Gegenteil bewirken, sie wirken bei starkem Konsum abführend.

Ein unrühmlicher Zufall brachte weitere herausragende Eigenschaften der Beeren zu Tage: Während des Zweiten Weltkrieg stellten britische Bomberpiloten fest, dass sie bei nächtlichen Angriffen besser sehen konnten, wenn sie zuvor größere Mengen Heidelbeermarmelade konsumierten. In der chinesischen Medizin werden die Heidelbeeren daher als Blut-Tonikum eingesetzt.

Neuere Untersuchungen zeigten, dass die in der blauen Farbe enthaltenen Anthocyane bei regelmäßigem Konsum die Blendung durch Gegenverkehr bei nächtlichen Autofahrten reduzieren (Hell-Dunkel-Anpassung), was die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht. Sie verbessern zudem die Elastizität der Gefäßwände, was im Auge einer diabetischen Retinopathie vorbeugt, und schützen vor einer Makula-Degeneration. Drei kleine Handvoll Beeren pro Woche senken bereits nach 4 Wochen das Herzinfarktrisiko um 34 Prozent, sowie Cholesterinwerte und chronische Entzündungen. 100 g täglich reduzieren bei übergewichtigen Diabetikern den Bauchumfang und senken den Blutzucker. Die Beeren schützen zudem vor bestimmten Krebsarten, reduzieren Stress und vermindern den geistigen Abbau im Alter.

Da echte Heidelbeeren im Lebensmittelhandel schwerer zu finden sind als im Wald, stellt sich die berechtigte Frage nach dem im Wald sein Unwesen treibenden Fuchsbandwurm. Inzwischen kann dazu aber Entwarnung gegeben werden: Nach aktuellem Stand der Forschung ist eine Infektion durch selbst gesammelte Waldbeeren so gut wie ausgeschlossen. Die Übertragung des Bandwurms geschieht durch den Kontakt mit Hunde- und Katzenkot an z.B. Badeseen, Spielwiesen und -plätzen. Eine Alternative zu den Früchten sind Heidelbeersaft, die aus den Knospen gewonnenen Auszüge (Gemmoextrakte) oder Heidelbeerfruchtextrakt (z.B. im Klösterl Pharma Augen Fit).

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