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Acker-Schachtelhalm

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Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Equisetum

Weitere Namen:

Zinnkraut

Pharmazeutische Verwendung:

Oberirdische Teile der Pflanze

Familie:

Schachtelhalmgewächse

Heimat:

Nordhalbkugel

Inhaltsstoffe

Mineralstoffe einschließlich Kieselsäure sowie Flavonoide, Pflanzensäuren, Zucker, Hemicellulosen, Phytosterine

Wirkung

Entzündungshemmend, remineralisierend, bindegewebsfestigend, schweißhemmend, zusammenziehend, blutstillend, wundheilungsfördernd, antimikrobiell, antioxidativ, harntreibend, leberschützend

Anwendung

Innerlich:
bei bakteriellen oder entzündlichen Erkrankungen der Harnwege, Nierengrieß, Bettnässen, Inkontinenz, Reizblase, statischen oder traumatischen Ödemen, Sportverletzungen, Knochenbrüchen, Osteoporose, Arthrose, Rheuma, Bindegewebsschwäche, Cellulitis, Haarausfall, brüchigen Nägeln, trockener Haut, übermäßigem Schwitzen, Hauterkrankungen

Äußerlich:
als Mundspülung bei Zahnfleischbluten oder Entzündungen sowie als Auflage bei schlecht heilenden Wunden, Ekzemen, Schweißfüßen

Nebenwirkungen

Sehr selten leichte Magenbeschwerden bei innerer Anwendung

Gegenanzeigen

Eingeschränkte Herz- oder Nierentätigkeit

Für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren, Schwangeren und Stillenden liegen noch keine Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vor.

Naturphilosophische Prinzipien/Kräfte/Signaturenlehre

Signaturenlehre:

schafft Ordnung in den Gedanken der Menschen

TCM:

als Qi- und Yin-Tonikum für die Niere

Vorstellung und Geschichte

Der Acker-Schachtelhalm bildet im Frühjahr eine bräunliche, unverzweigte, fortpflanzungsfähige Sprosse, an deren Spitze sich ein zapfenförmiger Sporenbehälter befindet. Im Sommer erscheinen dann die bis zu 50 cm hohen grünen, gerippten, unfruchtbaren Triebe, von denen aufrechte Äste etagenweise wie Quirle abzweigen. An diesen Verzweigungsstellen befinden sich ringförmige Blattscheiden aus zahnförmigen, miteinander verwachsenen kleinen Blättchen. Sie bilden die sogenannten Schachteln, aus denen sich der deutsche Name der Pflanze herleitet.
Dank seiner Kieselsäureeinlagerungen sind die Stängel des Schachtelhalms rau und hart, so dass er früher als Scheuermittel genutzt wurde und daher auch unter der Bezeichnung Zinnkraut bekannt ist. Seine Wurzel ist oft dreimal so lang wie seine oberirdischen Teile und weit verzweigt. Diese langen Wurzeln brauchte er vor etwa 300 Millionen Jahren, als er bis zu 20 m in die Höhe wuchs. Heute siedelt er sich dank seines Wurzelwerks gerne dauerhaft auf staunassen Lehmböden an.

Anwendung und Wirkung

Medizinisch werden alle oberirdischen Teile der Pflanze als Extrakt, Tee oder Tinktur genutzt. Aufgrund seines hohen Gehalts an Mineralstoffen, insbesondere der Kieselsäure, kann der Schachtelhalm sowohl zum Erhalt als auch zur Wiederherstellung der Knochengesundheit einen wichtigen Beitrag leisten. So kann die Arzneipflanze zum Beispiel zur unterstützenden Behandlung bei Knochenbrüchen, Osteoporose oder Arthrose eingesetzt werden.

Gemäß der von Paracelsus überlieferten Signaturenlehre entsprechen diese Einsatzgebiete dem klar strukturierten Erscheinungsbild der Pflanze. Danach schafft er Ordnung in den Gedanken von Menschen, denen diese Fähigkeit verloren gegangen ist.
Zugleich wirkt er dank seiner Flavonoide entzündungshemmend, weshalb er ebenso bei rheumatischen Beschwerden im Bewegungsapparat zum Einsatz kommen kann. Seine Silikate, die zu etwa 10 % wasserlöslich sind, nähren zudem Haut, Haare und Nägel sowie das Bindegewebe. Somit kann er innerlich beispielsweise bei übermäßiger Schweißbildung oder Cellulitis sowie bei Inkontinenz oder Reizblase angewendet werden. In der chinesischen Medizin gilt er aus diesem Grund als Qi- und Yin-Tonikum für die Niere.

Als Tee wirkt der Schachtelhalm nicht nur harntreibend, sondern auch antimikrobiell. Deshalb kann er zum Durchspülen der Harnwege bei bakteriellen oder entzündlichen Erkrankungen der Harnwege beitragen oder das Ausleiten von Nierengrieß, harnpflichtigen Stoffen oder Ödemen nach langem Stehen beziehungsweise stumpfen Verletzungen unterstützen. Die Wirkung diuretisch wirkender Medikamente kann er so verstärken.
Seine entzündungshemmenden, antimikrobiellen und blutstillenden Eigenschaften kann man sich zudem bei schlecht heilenden Wunden, Ekzemen sowie Entzündungen im Mund oder bei Zahnfleischbluten zu Nutze machen, indem man ihn für Spülungen, Sitzbäder oder Umschläge einsetzt.

Mittel aus der Klösterl-Apotheke

  • Teedroge Equiseti herba
  • Equisetum arvense Tinktur
  • Kräuterhaustee
  • Lymphtee
  • Schwangerschafts-Tee nach Stadelmann

Die Klösterl-Apotheke verarbeitet eine Vielzahl hochqualitativer Pflanzenrohstoffe, an die wir hohe Anforderungen bezüglich Reinheit, Gehalt an wirkbestimmenden Inhaltsstoffen und Qualität stellen. Aus diesen Rohstoffen stellen wir die unterschiedlichsten Rezepturen her, u.a. in Form von Kapseln, Lösungen, Teemischungen und Salben. Daneben verfügen wir über ein großes Sortiment an qualitativ hochwertigen pflanzlichen Fertigpräparaten.

Wir beraten Sie gerne!