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Yamswurzel

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Dioscorea villosa

Weitere Namen:

Brotwurzel, Kolikwurzel, Rheumawurzel

Pharmazeutische Verwendung:

Wurzel

Familie:

Schmerwurzgewächse (Dioscoreaceae)

Heimat:

früher Nord- und Mittelamerika, heute weltweit

Inhaltsstoffe

Steroidsaponine (Diosgenin), Dioscorin, Gerbstoffe, Stärke

Wirkung

Entzündungshemmend, antirheumatisch, den Hormonzyklus regulierend,
entkrampfend, tonisierend, Progesteron-ähnlich

Anwendung

Innerlich:
bei rheumatoider Arthritis, prämenstruellem Syndrom, Zyklusstörungen,
Kinderwunsch, Wehenschmerzen, Koliken, Krämpfen, Wechseljahresbeschwerden,
sowie zur Osteoporose-Prophylaxe und Empfängnisverhütung

Äußerlich:
als Salbe bei Wechseljahresbeschwerden

Nebenwirkungen

Hautrötung bei äußerlicher Anwendung

Gegenanzeigen

Schwangerschaft, Brustkrebs

Für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren, Schwangeren und Stillenden liegen noch keine Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vor.

Naturphilosophische Prinzipien/Kräfte/Signaturenlehre

Signaturenlehre:

Merkur

TCM:

Tonikum von Nieren-Yin, -Qi und – Yang sowie von Milz-Qi,bewegt das Leber-Qi, eliminiert Feuchtigkeit

Vorstellung und Geschichte

Yam oder Yams sind überwiegend im tropischen Afrika­ vorkommende, mehrere Meter hoch wachsende Lianen (Schling- und Kletterpflanzen) mit herzförmigen Blättern und unscheinbaren Blüten. Viele der weltweit ca. 600 Arten sind roh giftig, werden aber abgekocht als Grundnahrungsmittel verwendet. Einige bilden gigantische, bis 2 m große und 60 kg schwere Wurzelknollen aus. Yam ist ein westafrikanisches Wort und bedeutet „essen“, man nennt diese Wurzel daher auch Brotwurzel.
Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophischen Medizin und der Demeter-Biolandwirtschaft, empfahl den Anbau der chinesischen Verwandten Dioscorea batatas als Nahrungspflanze, da diese sehr viel Lichtenergie speichert. Man findet diese ungiftige, bis 1,20 m lange „Lichtwurzel“ aus deutschem Anbau in Bioläden.

Pharmazeutisch interessant wurde die sogenannte „Wild Yam“, botanisch Dioscorea villosa, eine nordamerikanische Art mit kleinen Wurzelrhizomen, erst, nachdem es 1936 in Japan gelang, aus Diosgenin von einer japanischen Yamswurzel auf sehr einfache Weise Progesteron herzustellen.

Amerikanische Chemiker machten sich sogleich auf die Suche nach geeigneten Pflanzen mit einem hohen Diosgeningehalt, um günstig Hormone für den Weltmarkt herzustellen. Sie begannen zuerst in Mexiko aus verschiedenen Yam-Arten die kommerzielle Progesterons-Synthese, später auch aus der nordamerikanischen Art. Bald gelang aus Diosgenin auch die Synthese anderer Steroid-Hormone, wie DHEA (Dehydroepiandosteron, einer Vorstufe vieler Hormone), Testosteron und sogar Cortison, was bis dahin nur sehr umständlich aus Rindergalle möglich war. In den 1950er Jahren kamen dann die ersten Anti-Baby-Pillen, damals aus Yams-Progesteron und Östrogen aus Stuten-Urin, auf den Markt.

Anwendung und Wirkung

Traditionell werden Yamswurzeln in Asien und auf dem amerikanischen Kontinent als Verjüngungsmittel und zu Heilzwecken sowohl von Frauen als auch von Männern genutzt. Man nennt sie unter anderem Kolik- oder Rheumawurzeln, denn sie wirken zuverlässig bei Rheumaschmerzen, Gallenkoliken und Magen-Darm-Krämpfen. Sie werden aber auch gegen Senilität im Alter, hormonelle Insuffizienz, Unfruchtbarkeit, Impotenz, Scheidenausfluss, Wehen-, Perioden- und Eierstockschmerzen, emotionale Instabilität und nervöse Erregbarkeit verwendet. Sie regen die Bildung von männlichen Samen, Muttermilch und Stoffen an, deren Freisetzung hormonabhängig ist.
Ihre Blätter dienen als Aphrodisiakum. Beim prämenstruellen Syndrom können unter ihrer Anwendung Brustspannen, Wassereinlagerungen, Unruhe, Stimmungsschwankungen, Kältegefühle und Schmierblutungen nachlassen.

Nach neueren Erkenntnissen wirken Yamswurzeln ferner gegen Knochenschwund bei Osteoporose. Damit erhärten sie ihre Bedeutung in der chinesischen Medizin als Nieren-Yin-, -Qi- und -Yang-Tonikum. Da sie zudem krampflösend und schmerzlindernd wirken, bewegen sie darüber hinaus das Leber-Qi.

In Indien werden die Wurzeln auch äußerlich bei bösartigen Geschwulsten und die Blätter bei Skorpion-Stichen aufgelegt.

In Mexiko werden Yamswurzeln seit jeher als zuverlässiges Verhütungsmittel verwendet. Allerdings ist dies mit dem isolierten Diosgenin allein nicht möglich, sondern nur mit dem Gesamtkomplex aus der ganzen Wurzel, da diese Anwendung nicht allein auf einer hormonellen Wirkung beruht.

Die Yam untersteht bei naturphilosophischer Betrachtung in erster Linie Merkur, dem beweglichen und flüchtigen Prinzip. Das zeigt sich im rankenden, schnellen Wuchs, sowie in ihrer Wirkung auf das umherwandernde Rheuma und die schnell durch den Körper flutenden Hormone.

Mittel aus der Klösterl-Apotheke

  • Teedroge Dioscoreae radix
  • Dioscorea Tinktur
  • Yamswurzel Trockenextrakt
  • Yamswurzel-Creme 10%
  • Yamswurzel-Creme 20%

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