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Mönchspfeffer

Mönchspfeffer

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Vitex agnus castus

Weitere Namen:

Keuschlamm, Athenbaum

Pharmazeutische Verwendung:

Früchte

Familie:

Lippenblütler (Lamiaceae)

Heimat:

Mittelmeerraum bis Westasien

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Iridoide, Di-, Tri- und Sesquiterpene, Flavonoide, Gerbstoffe,
fettes Öl

Wirkung

hormonregulierend, antibakteriell, krampflösend

Anwendung

Innerlich:
bei Prämenstruellem Syndrom (PMS), Wechseljahresbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Mastodynie, Gelbkörperschwäche, Kinderwunsch

Nebenwirkungen

Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel, Menstruationsbeschwerden,
allergische Reaktionen wie Ausschlag, Juckreiz und Gesichtsschwellung

Gegenanzeigen

Schwangerschaft, Stillzeit, Mammakarzinom, Hypophysen-Tumor, Endometriose, Hormontherapie, Unverträglichkeit

Für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren, Schwangeren und Stillenden liegen noch keine Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vor.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Die Wirkung von Arzneistoffen, die den Dopamin-Rezeptor beeinflussen, kann verändert
werden. Außerdem ist eine Verminderung der Wirkung von Hormonpräparaten möglich.

Auch mit Antiestrogenen (Aromatasehemmer, SERM) und anderen Arzneistoffen
sind Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen. Holen Sie sich daher ärztlichen Rat oder erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke, ob eine gemeinsame Anwendung mit Ihren Medikamenten unbedenklich ist.

Naturphilosophische Prinzipien/Kräfte/Signaturenlehre

TCM:

bewegt das Leber-Qi und – Blut, reguliert das Zusammenspiel von Renmai und Chongmai, eliminiert Feuchtigkeit

Vorstellung und Geschichte

Der Mönchspfeffer ist eine sehr alte Heilpflanze, die seit Jahrtausenden medizinisch eingesetzt wird.

Der botanische Name Vitex agnus castus, meistens nur Agnus castus genannt, ist eine drei bis fünf Meter hohe, weidenartige Strauchpflanze aus der Familie der Lippenblütengewächse. Die Blätter der Pflanze ähneln denjenigen des Hanfs, die ährenähnlichen Blütenstände mit violetten, blauen, rosafarbenen oder weißen Blüten erinnern an den Flieder.

Der botanische Name des Mönchspfeffers kommt vom griechischen „hagnos“ und vom lateinischen „castus“. Beide Begriffe stehen für züchtig und keusch. Der Sage nach vereinigte sich Hera einmal im Jahr auf Samos mit ihrem Gatten Zeus unter einem Keuschbaum und erlangte anschließend durch ein Bad im Fluss Imbrasos ihre Jungfräulichkeit wieder. Daher symbolisierte der Strauch bei den Griechen die keusche Ehe.

Schon im Altertum ist man davon ausgegangen, dass die Früchte des Heilkrautes die sexuelle Lust mindern, weshalb Mönche und Nonnen die Früchte aßen. Und da diese Früchte vom Aussehen her Pfeffer ähneln, bürgerte sich mit der Zeit der Name „Mönchspfeffer“ ein.

Anwendung und Wirkung

Die Anwendungsgebiete des Mönchspfeffers sind sehr vielseitig. Das Hauptaugenmerk liegt im Bereich der Frauenheilkunde. Bei Störungen im Hormonhaushalt können die Inhaltsstoffe regulativ und ausgleichend wirken.
Für die Herstellung von im Handel erhältlichen Präparaten werden die Früchte der Pflanze verwendet. Aus ihnen werden Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Iridoide, Diterpene, Flavonoide und Gerbstoffe gewonnen, die antibakteriell und antimikrobiell wirken. Ihre Aufgabe ist es, krankheitserregende Bakterien zu bekämpfen. Man geht davon aus, dass die sogenannten Diterpene für die Hauptwirkung des Mönchs­pfeffers, auch Keuschlammfrucht genannt, verantwortlich sind.

Außerdem wird durch den Mönchpfeffer die Produktion von Dopamin gesteigert, das als Wohlfühlhormon bekannt und ein wichtiger Botenstoff im Gehirn ist. Dadurch wird die Ausschüttung des Hormons Prolaktin gehemmt. Prolaktin ist für die Regulation des weiblichen Zyklus verantwortlich. Damit beeinflusst der Mönchspfeffer sowohl den Estrogen- als auch den Gestagenspiegel im Blut.

In den Tagen vor der Monatsblutung steigt der Prolaktinspiegel im Blut an, und das führt häufig zu Beschwerden wie schmerzhaftem Brustspannen, Antriebslosigkeit, Rücken- und Bauchschmerzen, Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit. Auch bei Wechseljahresbeschwerden kann Mönchspfeffer regulierend auf den Hormonhaushalt wirken.

Die Linderung der genannten Beschwerden durch den Mönchspfeffer weisen in der chinesischen Medizin darauf hin, dass er das Leber-Qi und -Blut bewegt. Da er Wassereinlagerungen reduziert, eliminiert er ferner Feuchtigkeit.

Als Fazit lässt sich sagen, dass Mönchspfeffer eine sehr gute phytotherapeutische Alternative zu einer konventionellen Hormontherapie darstellt.

Mittel aus der Klösterl-Apotheke

  • Teedroge Agni casti fructus
  • Agnus castus Tinktur
  • HvB Frauentropfen-G

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Wir beraten Sie gerne!


Hinweis

Dieses Lexikon enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.
Es kann ärztlichen Rat nicht ersetzen.