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Tee-Rezepturen – Mit vereinten Kräuterkräften heilen

Die Tee-Zubereitung aus getrockneten Heilpflanzen ist wohl die bekannteste Form der Phytotherapie. Dabei werden entweder alle oberirdischen Pflanzenteile oder nur einzelne Teile wie z.B. Blüten, Blätter, Früchte, Rinden, Stängel oder Wurzeln verwendet. Die Anforderungen an Qualität, Gehalt und Reinheit dieser sogenannten Arzneidrogen sind im Arzneibuch genau festgeschrieben und werden streng kontrolliert. So zeichnet sich die Apothekenqualität besonders durch eine genaue Kontrolle auf Pestizidrückstände und Schwermetalle aus und garantiert den Gehalt an pflanzlichen Wirkstoffen.

Für Teezubereitungen können sowohl einzelne Arzneidrogen gezielt eingesetzt als auch mehrere unterschiedliche Arzneidrogen als Tee-Rezeptur sinnvoll kombiniert werden. Die Mischung kann dabei ganz individuell auf die momentane Situation angepasst oder auch auf ein bestimmtes Beschwerdebild hin zusammengestellt werden.

Vier mit botanischen Namen beschriftete Vorratsdosen für die Kräuterheilkunde, auf denen jeweils eine kleine Schale mit getrockneten Kräutern steht, sowie eine Glasflasche, die mit einer geschichteten Mischung aus getrockneten Pflanzen gefüllt ist.

Wirkprinzip

Bei der Zusammenstellung einer Tee-Rezeptur werden in der Regel Pflanzen mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen so kombiniert, dass sie sich gegenseitig ergänzen.

So kombiniert man etwa für einen Magenwohl-Tee Kamillenblüten, die mit ihrem ätherischen Öl und den Flavonoiden Entzündungen der Magenschleimhaut und krampfartige Beschwerden im Bereich des Verdauungstrakts lindern können, mit Bitterstoffdrogen wie Wermutkraut und Enzianwurzel, die die Gallensekretion und damit die Verdauung anregen. Malvenblüten können mit ihrem Gehalt an Schleimstoffen die Magen-Darm-Schleimhaut schützen, und die ätherischen Öle von Fenchel und Kümmel regen die Sekretion von Verdauungssäften an und lindern Blähungen. Zusammen wirken sie positiv auf den Magen-Darm-Trakt und verbessern die Verdauungstätigkeit.

Einige Teemischungen enthalten zusätzlich zu den arzneilich wirksamen Pflanzen Ergänzungskräuter, die den Geschmack positiv beeinflussen. Dabei steht bei Arzneitee-Mischungen immer die Wirkung der Heilpflanzen im Vordergrund, weniger der Teegenuss.

 

Heilmittelherstellung

Zur Herstellung von Teemischungen werden die Einzelkräuter abgewogen und anschließend in einer großen Schale gut durchmischt. Dann werden sie in einen Bodenbeutel abgefüllt. Da Wurzeln, Rinden oder Stängel schwerer sind als Blüten oder Blätter, sinken sie im Behälter oftmals im Laufe der Zeit nach unten. Deshalb sollte man auch zu Hause bei einer Teemischung gelegentlich die unteren Teile der Mischung mit einem Löffel nach oben anheben.

Anwendung

Die Teezubereitung entspricht einer wässrigen Extraktion, bei der die wasserlöslichen Pflanzeninhaltsstoffe aus der Teedroge herausgelöst werden. Der Wirkstoffgehalt im fertigen Tee ist dabei von vielen Faktoren abhängig: vom Zerkleinerungsgrad der Droge, dem Verhältnis von Droge und Wasser, der Temperatur des Auszugsmittels Wasser und der Zeitspanne, wie lange der Tee zieht.

Dabei kommen je nach Teedroge und gewünschter Wirkweise unterschiedliche Verfahren der Teezubereitung zum Einsatz. Jeder kennt das Übergießen der Teedroge mit kochendem Wasser mit anschließendem, unterschiedlich langem Ziehenlassen.

Mittel aus der Klösterl-Apotheke

Die Klösterl-Apotheke hält ein großes Sortiment von über 180 verschiedenen Teedrogen in bester Apothekenqualität vorrätig und stellt selbst eine Vielzahl an Teemischungen für verschiedene Anwendungsbereiche oder nach individuellen Rezepturen her.

 

Den vollständigen Artikel über Tee-Rezepturen finden Sie unter:

Tee-Rezepturen