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Bärlauch

Bärlauch

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Allium ursinum

Weitere Namen:

Hexenzwiebel, Latschenknofel, Rams, Ränsel, Waldknoblauch

Pharmazeutische Verwendung:

Blätter

Familie:

Zwiebelgewächse (Alliaceae)

Heimat:

Europa und Nordasien in Auwäldern, besonders an Laubwaldhängen

Inhaltsstoffe

Schwefelhaltige Öle, Vitamin C, Allicin, Flavonoide, Enzyme, Fructosane, Eisen, Mangan, Magnesium

Wirkung

Die Gallensekretion anregend, entschlackend, verdauungsfördernd, lipidsenkend, appetitanregend, antiarteriosklerotisch, blutdrucksenkend, antibiotisch

Anwendung

Innerlich:
Frischpflanze in Suppen, Salaten oder als Pesto in der Küche sowie als Tinktur zur Entgiftung

Nebenwirkungen

nicht bekannt

Gegenanzeigen

Schwangerschaft und Stillzeit

Für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren, Schwangeren und Stillenden liegen noch keine Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vor.

Vorsicht

Bärlauchblätter können leicht mit den Blättern des Maiglöckchens, der Herbstzeitlose oder
den jungen Blättern des gefleckten Aronstabes verwechselt werden, die tödlich wirken. Während
die Blätter der Herbstzeitlose stillos aus dem Boden sprießen, haben diejenigen des Bärlauchs einen Stil, die am Grunde des Stiels schwingen. Die Blätter des Maiglöckchens dagegen

umschließen den Stiel röhrenförmig. Außerdem hat das Maiglöckchen in der Regel nur zwei Blätter pro Pflanze, während der Bärlauch über zahlreiche Blätter verfügt. Die Blätter des Aronstabes sind pfeil- oder herzförmig, während diejenigen des Bärlauchs elliptisch oder lanzettförmig sind.
Sie können Bärlauchblätter an dem typischen Knoblauchgeruch erkennen (evtl. etwas
zerreiben). Allerdings ist es schwierig, den Geruch an Maiglöckchen- oder Herbstzeitlosenblättern gegen zu prüfen, wenn die Nase durch das Prüfen zuvor gepflückter Bärlauchblätter überlastet ist. Innerhalb von Naturschutzgebieten ist das Sammeln von Bärlauch nicht gestattet!

Naturphilosophische Prinzipien/Kräfte/Signaturenlehre

TCM:

hält das Qi von Milz, Magen und Niere, leitet Wind-Kälte und Wind-Hitze aus, kühlt leere Hitze, reguliert den Qi-Fluss, Adstringens

Vorstellung und Geschichte

Bärlauch ist eine ausdauernde krautige Pflanze,  die bis zu 50 cm hoch wird. Seine Blätter sind elliptisch bis lanzettförmig. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite heller. Die weißen Blüten sehen aus wie sechszackige Sterne und stehen in Scheindolden auf einem dreikantigen Stängel.
Der Geruch des Bärlauchs ähnelt dem des Knoblauchs, er ist aber weniger scharf. Wo der Bärlauch einmal Fuß gefasst hat, verdrängt er alle anderen Frühlingspflanzen.

Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Obwohl die Pflanze komplett essbar ist, werden heute in der Frühjahrsküche nur die Blätter vor der Blüte genutzt – frisch als Gewürz oder als eine Art Pesto. Man sammelt sie hierfür von März bis Mai. Da der Bärlauch zu Beginn des Jahres das erste wachsende Kraut im Garten ist, kann er zunächst Schnittlauch oder Zwiebelkraut ersetzen. Erhitzen Sie ihn aber nicht, da dadurch die wertvollen schwefelhaltigen Inhaltsstoffe zerstört werden.

Vermutlich wurde der Bärlauch bereits in der Jungsteinzeit benutzt. Gesichert ist, dass die Germanen und Kelten ihn als Heilmittel kannten. Die Römer schätzten ihn als magen- und blutreinigendes Mittel. Sie nutzten ihn auch gegen Bluthochdruck, Bronchitis, Hautleiden und Müdigkeit. Dioskurides schreibt ihm Gift vertreibende Wirkungen zu. Matthiolus (1501 – 1577, italienischer Arzt und Botaniker) vermerkte in seinem Werk, dass Bergbauern und Hirten die Pflanze gegen „böse, giftige Nebel“ und „schädliche Lüfte“ verwendeten. Der Kräuterpfarrer Künzle rühmte ihn als eine „der stärksten und gewaltigsten Medizinen“.  Er war ihm sogar einen Vers wert: „Sieht eini us grad wie ne Lich und ist an alle Schmerze rich und volle Gift und Grind und Mose der Bärlauch macht sie zo ner Rose.“

Anwendung und Wirkung

Über die tatsächliche medizinische Wirkung liegen keine gesicherten Kenntnisse vor. In der Volksmedizin wird der Bärlauch gegen Arteriosklerose, Bluthochdruck, Appetitlosigkeit, Blähungen und Durchfall verwendet. Sein günstiger Einfluss in der Verdauung weist aus Sicht der chinesischen Medizin darauf hin, dass er das Leber-Qi bewegt.

Zudem schreibt man ihm eine antibiotische Wirkung zu. Außerdem dient er als kräftiges Blutreinigungsmittel, und in diesem Zuge wird er auch bei chronischen Hautausschlägen angewendet. Zur Ausleitung von Schwermetallen wird Bärlauch Tinktur nach Dr. Klinghardt zusammen mit Chlorella, MSM, Zink und Omega-3-Fettsäuren im Wechsel mit Koriandertinktur eingesetzt. Diese Eigenschaften deuten aus Sicht der chinesischen Medizin darauf hin, dass er Feuchtigkeit und Schleim sowie Toxine ausleiten kann.

Mittel aus der Klösterl-Apotheke

  • Allium Ursinum Tinktur

Die Klösterl-Apotheke verarbeitet eine Vielzahl hochqualitativer Pflanzenrohstoffe, an die wir hohe Anforderungen bezüglich Reinheit, Gehalt an wirkbestimmenden Inhaltsstoffen und Qualität stellen. Aus diesen Rohstoffen stellen wir die unterschiedlichsten Rezepturen her, u.a. in Form von Kapseln, Lösungen, Teemischungen und Salben. Daneben verfügen wir über ein großes Sortiment an qualitativ hochwertigen pflanzlichen Fertigpräparaten. Wir beraten Sie gerne!