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Gelbwurz

Gelbwurz

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Curcuma longa, Curcuma zanthorrhiza u. a.

Weitere Namen:

Curcuma, gelber Ingwer, Safranwurz

Pharmazeutische Verwendung:

Wurzelstock

Familie:

Ingwergewächse (Zingiberaceae)

Heimat:

Südostasien

Inhaltsstoffe

Curcuminoide, ätherische Öle, Polysaccharide, gelbe Pflanzenfarbstoffe (Curcumine)

Wirkung

Verdauungsfördernd, gallenflussanregend, cholesterinsenkend, blutzuckersenkend, Leber schützend, entzündungshemmend, antioxidativ, tumorprotektiv

Anwendung

Innerlich:
Bei Verdauungsstörungen wie Völlegefühl, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Krämpfen, Reizdarm, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sowie bei erhöhten Cholesterin- oder Blutzuckerwerten, Nicht-alkoholischer Fettleber, Autoimmunerkrankungen wie Psoriasis oder Rheuma, zur Vorbeugung von Alzheimer, Allergien, Polyneuropathie, Tumoren oder koronaren Herzerkrankungen, Begleitbehandlung von Chemo- und Strahlentherapie

Nebenwirkungen

Durchfall und allergische Reaktionen sind möglich

Gegenanzeigen

Verschluss der Gallenwege

Für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren, Schwangeren und Stillenden liegen
noch keine Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vor.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Es können Wechselwirkungen mit einigen Arzneistoffen auftreten. Holen Sie sich daher ärztlichen Rat oder erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke.

Naturphilosophische Prinzipien/Kräfte/Signaturenlehre

Signaturenlehre:
TCM:

tonisiert das Qi von Milz und Magen, bewegt das Herz-Blut, Leber-Blut und Leber-Qi, eliminiert feuchte Hitze, senkt aufsteigendes Leber-Yang ab

Ayurveda:

verringert alle 3 Dosha. Durch die erhitzende Wirkung werden Vata und Kapha, durch den bitteren Geschmack Pitta ausgeglichen

Vorstellung und Geschichte

Der eingedeutschte, lateinische Name des Gelbwurz – Curcuma – hat seinen Ursprung im Altindischen „kunkuman“ bzw. Mittelindischen „kurkuma“, die beide „Safran“ bedeuten. Indien gilt auch als Heimat des Gelbwurz, der inzwischen in vielen tropischen Regionen Südostasiens kultiviert wird. Doch auch im Arabischen gibt es mit „kurkum“ einen ähnlich lautenden Begriff für die safrangelbe Farbe des Wurzelstocks (Rhizom) der Pflanze, die sowohl in der Küche als auch in der Medizin verwendeten wird. Während sich der Zusatz „zanthorrhiza“ (früher xanthorrhiza) für die von der Insel Java stammenden Art aus den griechischen Wörtern „xanthos“ für gelb und „rhiza“ für Wurzel zusammensetzt und damit noch einmal das Aussehen der Wurzel beschreibt, bezieht sich der Zusatz „longa“ bei der aus Indien stammenden Art auf die langen, fingerförmigen Nebenrhizome der Pflanze.

Der Gelbwurz ist wie der Galgant mit dem Ingwer (Zingiber officinale) verwandt, nach dem die Pflanzenfamilie benannt wurde. Wie Ingwer und Galgant hat er grundständige, große ei- bis lanzettförmige Blätter, die an einem langen Stiel bis zu 1,20 m hochwachsen. Sein ährenförmiger Blütenstand setzt sich bei Curcuma longa aus mehreren gelben Blüten und Curcuma zanthorrhiza aus purpur- oder karmesinroten Blüten zusammen.

Anwendung und Wirkung

In der traditionellen chinesischen und indischen Medizin wird Curcuma schon seit mehreren hundert Jahren verwendet. Auch hierzulande hat sein medizinischer Nutzen eine lange Tradition. Während die Wurzel in Asien vornehmlich den Organismus vor Alterungsprozessen schützen sollte, wurde der Gelbwurz in Europa ursprünglich vor allem zur Linderung von Verdauungsstörungen eingesetzt. Völlegefühl, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Krämpfe, aber auch erhöhte Cholesterin- oder Blutzuckerwerte können mit Hilfe von Gelbwurz gelindert werden. Sein positiver Einfluss auf die Verdauungsorgane kann unter anderem durch die Anregung des Gallenflusses erklärt werden. In der chinesischen Medizin führt man diese Wirkungen auf das Tonisieren des Qi von Milz und Magen und das Bewegen des Leber-Qi zurück. So erklärt man sich in der TCM auch, dass er bei Depressionen die Stimmung heben kann.

Viele Erkrankungen werden mittlerweile auf oxidativen Stress und schwelende Entzündungen (silent inflammation) zurückgeführt, die unbemerkt entstehen können, wenn Stress, Lebensstil, Ernährungsgewohnheiten, Krankheiten oder Umwelteinflüsse Reaktionen des Immunsystems auslösen. Mögliche Folgen sind Veränderungen von körpereigenem Gewebe, die beispielsweise zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Reizdarm oder Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Psoriasis führen können. Der Gelbwurz entfaltet hier seine Wirkung aufgrund seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Aber auch eine Nicht-alkoholische Fettleber kann durch Gelbwurz günstig beeinflusst werden. In der chinesischen Medizin erklärt man diese Wirkungen mit einer Elimination von feuchter Hitze und dem Bewegen von Qi und Blut.

Auch für den aus Asien überlieferten Schutzeffekt vor den Folgen des Alterns gibt es inzwischen etablierte Anwendungen – eindeutig bestätigt ist die Wirkung allerdings noch nicht. So kann Curcuma zur Vorbeugung von Alzheimer oder einer Polyneuropathie eingesetzt werden. Darüber hinaus wird vermutet, dass Gelbwurz das Wachstum von Tumoren hemmen und deren Zelltod einleiten kann. Dabei kann er die Wirkung von Chemo- und Strahlentherapie unterstützen. Allerdings sollte diese begleitende Anwendung mit den behandelnden Ärzt*innen immer abgesprochen werden.

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