Schnellkontakt

Schnellkontakt

Rezepte einreichen

Rezepte einreichen

Hericium – Igelstachelbart

Hericium – Igelstachelbart

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Hericium erinaceus

Weitere Namen:

Affenkopfpilz, Löwenmähne, Pom-Pom, Yamabushitake (Japan)

Pharmazeutische Verwendung:

Pilz

Familie:

Täublingsartige (Russulales)

Heimat:

Nördliche Halbkugel der Erde

Inhaltsstoffe

Eiweiße, freie Aminosäuren, Fette, Polysaccharide, B-Vitamine, Vitamin D, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Kalium, Eisen, Selen, Germanium, Kupfer und Zink, Terpene, Aromastoffe

Wirkung

Immunstimulierend, antitumoral, entzündungshemmend, antimikrobiell, antioxidativ,
schleimhaut- und nervenschützend, nervenregenerierend, lipidsenkend

Anwendung

Innerlich:
Bei Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt wie Reflux, Sodbrennen, Reizmagen, Magengeschwüre, Völlegefühl, Leaky Gut, Reizdarm, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, bei Krebserkrankungen von Magen, Speiseröhre, Dickdarm und Bauchspeicheldrüse, Blutdruckhochdruck, Morbus Parkinson, Demenz, Nervenschäden, Polyneuropathie, Schlafstörungen, innerer Unruhe, Ängsten, Depression, Schlaganfall, Wechseljahresbeschwerden, Infektionen, Asthma, Allergien, Neurodermitis

Nebenwirkungen

Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Krämpfe und Durchfälle

Gegenanzeigen

Unverträglichkeit

Für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren, Schwangeren und Stillenden liegen
noch keine Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vor.

 

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Der Pilz enthält den pflanzlichen Lipidsenker Lovastatin, der auch als Medikament zugelassen ist. Daraus können sich Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten ergeben. Lassen Sie sich hierzu vom Ihrem behandelnden Arzt oder in der Apotheke beraten.

Naturphilosophische Prinzipien/Kräfte/Signaturenlehre

TCM:

tonisiert das Qi von Milz und Magen, befeuchtet, klärt Hitze, beruhigt Shen

Vorstellung und Geschichte

Der hierzulande meist unter seinem wissenschaftlichen Namen Hericium vertriebene Igelstachelbart wächst als Parasit bei hoher Luftfeuchtigkeit auf dem abgestorbenen Holz von alten Laubbäumen. In unseren Breiten ist er allerdings nur selten anzutreffen. Aufgrund seiner zotteligen Gestalt wird er in China als Affenkopfpilz bezeichnet, weil dort eine Affenart lebt, deren Gesicht vom Fell fast komplett verhüllt wird.

 

Einer Legende zu Folge vertrieb der Affenkönig ein Paar aus seiner Sippe, das daraufhin in den Bäumen Schutz vor Angriffen anderer Tiere suchte. Doch im kalten Winter konnten die beiden nicht überleben und verwandelten sich deshalb in den Hericium.

In früheren Zeiten galt der Pilz im Reich der Mitte als Kostbarkeit, mit der man den Kaisern an Stelle von Gold als Tribut geben konnte. Der wohlschmeckende Speisepilz ist dank seiner zahlreichen, unterschiedlichen Aromastoffe eine Delikatesse. Sein Geschmack erinnert sowohl an Meeresfrüchte als auch an Zitrusfrüchte und Kokos.

Anwendung und Wirkung

Klinischen Studien zu Folge kann man den Hericium zur Behandlung von Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt wie Sodbrennen, Reizmagen, Magengeschwüre, Reizdarm, Leaky Gut Syndrom oder bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen einsetzen. Aufgrund seiner antimikrobiellen Eigenschaften kann er auch das Wachstum von Helicobacter pylori hemmen, einem Bakterium, das für Entzündungen der Magenschleimhaut (Gastritis) verantwortlich sein kann. Zusätzlich lindert er Aufstoßen und Völlegefühl. Die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln kann unter seinem Einfluss verbessert werden. Darüber hinaus konnte ein positiver Effekt bei Krebserkrankungen des Magens, der Speiseröhre, des Dickdarms oder der Bauchspeicheldrüse nachgewiesen werden. Zusätzlich kann Hericium erhöhte Blutfettwerte senken und vor oxidativem Stress schützen. In der chinesischen Medizin wird er als Therapeutikum geschätzt, das trockene Schleimhäute befeuchtet, Hitze klärt und das Qi von Milz und Magen tonisiert.

Ebenso unterstützt der Vitalpilz das Wachstum und die Regneration von Nervenfasern. Im Laborversuch konnte er die Bildung von Myelin anregen. Hierbei handelt es sich um die Isolierung der Nerven. Diesen Effekt verdankt er einem besonderen Inhaltsstoff, dem Erinacin, einem Diterpenoid. So erklärt man seinen therapieunterstüzenden Nutzen nach einem Schlaganfall oder bei Nervenschäden sowie bei Parkinson, Demenz, Schlafstörungen, innerer Unruhe, Ängsten und Depression. Auch bei entsprechenden Beschwerden in den Wechseljahren hat er sich bewährt. Außerdem kann er Infektionen, Asthma, Allergien und Neurodermitis lindern. Aus Sicht der chinesischen Medizin beruhigt er somit den Herz-Geist Shen.

Um den Verdauungstrakt langsam an die typischen Inhaltsstoffe von Vitalpilzen zu gewöhnen empfiehlt es sich mit einer kleinen Menge des Hericium (1 Kapsel pro Tag) zu starten, und dann pro Woche eine Steigerung von 1 Kapsel, bis die empfohlene Tagesdosis erreicht ist. Wird die empfohlene Tagesdosis vom Magen-Darm-Trakt nicht vertragen, kann auch mit einer niedrigeren Dosis langfristig ein medizinischer Nutzen erzielt werden.

Mittel aus der Klösterl-Apotheke

Die Klösterl-Apotheke verarbeitet eine Vielzahl hochqualitativer Pflanzenrohstoffe, an die wir hohe Anforderungen bezüglich Reinheit, Gehalt an wirkbestimmenden Inhaltsstoffen und Qualität stellen. Aus diesen Rohstoffen stellen wir die unterschiedlichsten Rezepturen her, u.a. in Form von Kapseln, Lösungen, Teemischungen und Salben. Daneben verfügen wir über ein großes Sortiment an qualitativ hochwertigen pflanzlichen Fertigpräparaten.

Wir beraten Sie gerne!