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Mariendistel

Mariendistel

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name:

Silybum marianum

Weitere Namen:

Donnerdistel, Frauendistel

Pharmazeutische Verwendung:

Samen, Blätter

Familie:

Korbblütler

Heimat:

Mittelmeergebiet

Inhaltsstoffe

Silymarin, Flavonoide, fettes Öl, Bitterstoffe, Aminosäuren, Schleimstoffe, ätherisches Öl, Sterole

Wirkung

Schützt und regeneriert die Leberzellen, schützt die Magen-Schleimhaut,
immunstimulierend, entzündungshemmend, antidiabetisch, cholesterinsenkend, Blutungen stillend, antiviral, antibakteriell, antikanzerogen

Anwendung

Innerlich:
Zur Entgiftung und Ausleitung über die Leber, Therapie und Prophylaxe von Leberschäden durch Gifte (Alkohol, Medikamente, Umweltgifte,
Überernährung, etc.), akute und chronische Leberentzündung, Fettleber,
Leberzirrhose, Pfortader-Stau mit Krampfadern und Hämorrhoiden, leberbedingte Verdauungsbeschwerden (Fettunverträglichkeit, Durchfall), Gallenstörungen

Nebenwirkungen

leicht abführend, sehr selten Unverträglichkeitsreaktionen

Gegenanzeigen

Allergien gegen Korbblütler oder Inhaltsstoffe der Pflanze

Für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren, Schwangeren und Stillenden liegen noch keine Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vor.

 

Naturphilosophische Prinzipien/Kräfte/Signaturenlehre

Signaturenlehre:

Mars-Individualität und persönlicher Schutz

TCM:

Tonikum von Leber-Qi, Blut und- Yin, bewegt Leber-Qi und -Blut, leitet feuchte Hitze und toxische Hitze aus

Vorstellung und Geschichte

Wer einmal eine Mariendistel gesehen hat, vergisst sie ganz bestimmt nicht wieder. Sie ist eine der größten und schönsten Disteln und mit dem charakteristischen, milchweißen Netzmuster auf ihren großen, glänzend grünen und harten Blättern absolut unverwechselbar und auch nicht zu übersehen.

Die Mariendistel zeigt eine starke Persönlichkeit und mit ihrer Unverwechselbarkeit eine Betonung der Individualität. Sie ist eine extrem wehrhafte Pflanze und weiß, sich mit ihren sehr scharfen, harten und langen Stacheln gut zu schützen und gegen schlechte Einflüsse abzugrenzen. Man pflanzte sie deshalb gerne als eine dichte Reihe um Gemüsegärten zum Schutz vor ungebetenen Gästen.

Sie zeigt noch eine Signatur: Die verblühten Röhrenblüten verkleben zu einem kegelförmigen, regendichten Strohdach als Schutz für die heranreifenden Früchte. Wir sehen in dieser Pflanze das Thema Individualität und persönlicher Schutz einsigniert, was dem schwerbewaffneten Beschützer Mars entspricht.

Anwendung und Wirkung

Die Leber als wichtigstes Stoffwechselorgan ist, auf der körperlichen Ebene betrachtet, ein sehr wesentlicher Teil unserer Individualität. Die hier von der Nahrung zur Verfügung gestellten Bausteine werden dem jeweiligen Körper entsprechend zusammengestellt und aufgebaut. Die ihn schädigenden Substanzen werden dagegen abgebaut und zur Ausscheidung gebracht.

Wenn jemand unter einer emotionalen und psychischen Abwehrschwäche leidet, also den Emotionen, Angriffen und Manipulationen seiner Mitmenschen und der Umwelt schutzlos ausgeliefert ist, kann sich diese Schwäche seiner Marskraft in einer Störung der Entgiftungs- und Ausscheidungsfunktion der Leber oder in Verhaltensweisen übersteigerter Aggressivität eines Cholerikers zeigen. Analog wird die Leber in der chinesischen Medizin mit dem Umgang eines Menschen mit Wut und Ärger in Verbindung gebracht. Dabei wird unterschieden, ob die Aggression offen ausgelebt wird oder geschluckt wird und sich somit nach innen richtet. Sie stärkt das Leber-Qi und stellt sicher, dass dieses frei fließen kann.

Die Samen der Mariendistel, die als Arzneimittel Verwendung finden, schützen die Leber wie kein anderes Mittel vor Giften und schädlichen Einflüssen. Ihr Hauptwirkstoff, das Silymarin, ist das einzige Medikament, das rechtzeitig in hoher Dosierung nach einer Knollenblätterpilz-Vergiftung verabreicht, sogar vor dem sonst sicheren Tod durch Leberzerstörung retten kann.

Die Mariendistelsamen wirken auf zweifache Weise: Einerseits werden die Leberzellen so stabilisiert, dass keine Gifte in ihr Inneres eindringen können, andererseits wird die Regeneration und Neubildung von Leberzellen angeregt. Damit bezeichnet man in der chinesischen Medizin das Nähren von Leber-Yin und Leber-Blut.

Neueren Studien zufolge hilft Silymarin unter anderem unterstützend bei Virusinfektionen durch Hepatitis C, Herpes simplex, Grippeviren, bei Leberparasiten, Schuppenflechte und bei verschiedenen Krebserkrankungen. Diese Erkrankungen werden in der chinesischen Medizin als feuchte oder toxische Hitze eingestuft. Sylimarin verbessert zudem das Ansprechverhalten auf die entsprechenden Medikamente und deren Verträglichkeit.

Mittel aus der Klösterl-Apotheke

  • Teedroge Cardui mariae herba
  • Teedroge Cardui mariae semen pulv.
  • Teedroge Cardui mariae fructus tot.
  • Silybum marianum Tinktur
  • Mariendistel Trockenextrakt
  • HvB Mariendistel-Kräuterkapseln
  • Silymarin-140-Kapseln

Die Klösterl-Apotheke verarbeitet eine Vielzahl hochqualitativer Pflanzenrohstoffe, an die wir hohe Anforderungen bezüglich Reinheit, Gehalt an wirkbestimmenden Inhaltsstoffen und Qualität stellen. Aus diesen Rohstoffen stellen wir die unterschiedlichsten Rezepturen her, u.a. in Form von Kapseln, Lösungen, Teemischungen und Salben. Daneben verfügen wir über ein großes Sortiment an qualitativ hochwertigen pflanzlichen Fertigpräparaten.

Wir beraten Sie gerne!


Hinweis

Dieses Lexikon enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.
Es kann ärztlichen Rat nicht ersetzen.