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Was ist eigentlich…? Entgiftung

 

Was ist eigentlich Entgiftung?

Während man Tag für Tag atmet, isst und trinkt, nimmt man neben Sauerstoff, Nährstoffen und Wasser viele Substanzen auf, die der Körper nicht benötigt und zusammen mit zahlreichen Stoffwechselendprodukten wieder ausscheidet. Darunter befinden sich jedoch auch Stoffe, die nur langsam abgebaut und eliminiert oder deponiert werden. Sammeln sich im Fett- und Bindegewebe zu viele Stoffe an, kann die Lebensqualität spürbar darunter leiden. Ziel einer Entgiftung ist es, diese sogenannten Schlacken abzutransportieren und auszuscheiden, um den Körper zu reinigen.

Entgiftung 24/7

Das lymphatische System setzt sich aus lymphatischen Organen und Lymphgefäßen zusammen. Letztere sind für den Transport der Lymphe, einer klaren, proteinreichen Flüssigkeit, zuständig. In der Lymphe sind Abfallstoffe, Proteine, Fette und Immunzellen enthalten. Die entlang der Lymphgefäße liegenden Lymphknoten fungieren als Filter für die Lymphe und unterstützen die Immunabwehr. Störungen des Lymphflusses, die beispielsweise durch Verletzungen, Operationen oder Erkrankungen wie Krebs verursacht werden können, können zu einer Ansammlung von Lymphflüssigkeit im Gewebe führen. Dieser Zustand wird als Lymphödem bezeichnet.

Schlacken zwischen den Zellen

Aus der Umwelt und mit der Nahrung gelangen potenziell schädliche Stoffe wie Pestizide, Schwermetalle und Umweltgifte in den Körper. Weil sie nur langsam abgebaut und ausgeschieden werden können, werden sie im Fett- und Bindegewebe zwischengelagert. Hier können sich auch Ausscheidungsgifte von Krankheitserregern anreichern. Sie sollen nach und nach über die Lymphgefäße abtransportiert werden. Strömen diese Schadstoffe schneller zu als ab, können sie den Stoffaustausch zwischen den Zellen und den Kapillaren beeinträchtigen. Dadurch übersäuert einerseits das Gewebe, und andererseits können notwendige Nährstoffe immer schlechter die Zellen erreichen. Dies kann sich durch Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Infektanfälligkeit, Hauterkrankungen, Verdauungsstörungen oder gar Autoimmunerkrankungen bemerkbar machen.

Schlacken mobilisieren und ausscheiden

Im Rahmen einer Entgiftungskur soll vor allem die Aktivität von Leber, Darm und Nieren angeregt werden. Zusätzlich wird der Lymphfluss stimuliert, um die im Fett- und Bindegewebe lagernden Schlacken abzutransportieren und die reibungslose Versorgung der Zellen mit Nährstoffen wieder herzustellen. Dabei werden die mobilisierten Stoffe im Darm gebunden, damit sie keinen Schaden anrichten, bevor sie ausgeschieden werden. Eine Entgiftung kann durch zahlreiche Arzneipflanzen unterstützt werden (s. Tabelle).

In der Regel wird eine Entgiftungskur einmal im Jahr über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen durchgeführt. Man kann die unten gelisteten Arzneipflanzen dreimal täglich als Tee- oder Tinkturenmischung kombiniert mit Chlorella in Tablettenform zu sich nehmen. Flohsamenschalen werden in Wasser angerührt und getrunken. Während dieser Kur sollte man mindestens zwei Liter Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee trinken. Zwar kann eine Entgiftung anfangs, wenn die Schlacken mobilisiert werden, ermüdend wirken, langfristig kann sie jedoch einen vitalisierenden Effekt haben, der spürbar zur Steigerung der Lebensqualität beitragen kann.

 

Eine Tabelle mit Heilpflanzen und ihren Wirkungen, einschließlich ihrer Rolle bei der Entgiftung: Artischocke, Mariendistel, Löwenzahn, Birke, Brennnessel, Goldrute, Holunderblüte, Lindenblüte, Ringelblume, Storchschnabel, Flohsamenschalen und Chlorella.

Autor:in

Sabine Ritter

Apothekerin