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Was ist eigentlich eine antientzündliche Begleittherapie?

Entzündungen belasten nicht nur das Wohlbefinden, sie können auch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Doch zum Glück gibt es neben antientzündlich wirkenden Arzneistoffen wie Ibuprofen oder Diclofenac sowohl unter den Nahrungsergänzungsmitteln als auch unter Heilpflanzen effektive Hilfe für den Kampf gegen Entzündungen. Hier gilt allerdings nicht immer die Devise „Viel hilft viel“ – erfolgreich ist oft auch das „Weniger ist mehr“.

Fette Kraft gegen Entzündungen

Ein wichtiger Baustein zur Vorbeugung und Linderung von Entzündungen sind langkettige Omega-3-Fettsäuren. Sie sind zum Beispiel Bestandteil von Algen-, Fisch- oder Krillöl und hemmen im Körper die Bildung von Botenstoffen, die Entzündungen begünstigen.

Sie tragen darüber hinaus zur Regulation der Blutfettwerte bei, indem sie die sogenannten High-Density-Lipoproteine erhöhen und so die Gefäße schützen. Dabei verbessern sie die Fließeigenschaften des Blutes und leisten unter anderem einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit von Herz, Augen und Gehirn.

Drei Vitamine im Kampf gegen Entzündungen

Die Vitamine C, D und E stärken das Immunsystem. Ebenso wie Omega-3-Fettsäuren hemmen Vitamin D und E zudem die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen und begünstigen zugleich die Bildung ihrer antientzündlich wirkenden Gegenspieler. Außerdem fördern sie den Blutfluss und tragen daher zur Gesundheit von Herz und Kreislauf bei. Während Vitamin D darüber hinaus den Knochenstoffwechsel unterstützt, wirken Vitamin C und E antioxidativ. Im Körper anfallende freie Sauerstoffradikale werden mit ihrer Hilfe schnell abgefangen, sodass sie keine Entzündungen fördern können. Da Vitamin D und E fettlöslich sind, kann man sie allerdings überdosieren. Zur Dosierung sollte man sich daher in der Arztpraxis oder in der Apotheke beraten lassen.

Antientzündliches Quartett aus dem Reich der Heilpflanzen

Arzneipflanzen wirken entzündungshemmend, wenn sie Polyphenole enthalten. Beispiele für diese Stoffgruppe sind das aus der Gelbwurz gewonnene Curcumin, das Epigallocatechingallat (EGCG) des grünen Tees, das Resveratrol des Traubenkernextrakts oder der weit verbreitete sekundäre Pflanzenstoff Quercetin.

 

Curcuminoide wirken nicht nur antientzündlich, sondern auch antioxidativ. Sie haben sich daher im Kampf gegen chronische Entzündungen der Haut, des Bewegungsapparats und des Magen-Darm-Trakts bewährt. Weiterhin schützen sie die Leber, die Blutgefäße, das Gehirn und das Nervensystem. Zusätzlich unterstützen sie die Lungengesundheit und senken ebenso wie die Inhaltsstoffe des grünen Tees sowohl Blutfett- als auch Blutzuckerwerte. Grüner Tee schützt darüber hinaus das Herz und die Gefäße und senkt den Blutdruck. Er mindert zudem das Risiko für chronische Entzündungen im Magen-Darm-Trakt und im Nervensystem. Dabei hemmt er die Bildung von Amyloid-β-Ablagerungen, die mit Morbus Alzheimer in Verbindung gebracht werden. Patient*innen mit bekannten Leberschäden sollten allerdings auf Grüntee-Extrakte verzichten und nur den Tee trinken.

Quercetin ist ein gelber Pflanzenstoff, der in Äpfeln, dunklen Beeren, Kirschen, grünem Tee, Petersilie, Trauben und Zwiebeln reichlich vorkommt. Quercetin arbeitet eng mit Vitamin C zusammen und trägt dazu bei, dass Vitamin C länger wirken kann. Es wirkt nicht nur stark entzündungshemmend, sondern auch antioxidativ, antiviral und antiallergisch.

 

Resveratrol ist eine der wirksamen Substanzen des Traubenkernextrakts, das wie Quercetin antientzündlich und antioxidativ wirkt. Dabei fördert es die Regeneration der Vitamine C und E. Außerdem erweitert es die Gefäße und verbessert so die Durchblutung. Gleichzeitig schützt Resveratrol das Herz, die Haut und das Nervensystem. Alle vier Arzneipflanzen und Pflanzenstoffe aktivieren das körpereigene Nrf2 gegen oxidativen Stress.

Hilfe bei der Qual der Wahl

Doch wie findet man nun die individuell passende Strategie? Bei der Suche nach passenden antientzündlichen Maßnahmen kann man den Fokus auf die zahlreichen weiteren Wirkungen der Substanzen richten. So kann man diejenigen bevorzugen, mit denen auch andere Probleme gelöst werden können. Gerne beraten wir Sie hierzu – aber auch zu möglichen Wechselwirkungen mit Ihren anderen Medikamenten – in der Apotheke.