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Coenzym Q10

Coenzym Q10

Steckbrief

Wissenschaftliche Namen:

Ubiquinon-10

Nährstoffkategorie:

Vitaminoid (fettlöslich)

Tagesbedarf laut DGE:

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. macht keine klare Angabe zum Coenzym Q10-Bedarf. Über eine ausgewogene Ernährung nimmt man täglich 5 bis 10 mg Coenzym auf. Aufgrund physiologischer Veränderungen können die körpereigene Syntheserate eingeschränkt oder der Bedarf erhöht sein.

Funktionen im Körper:

Coenzym Q10 ist eine lebenswichtige körpereigene Substanz mit vitaminähnlichen Eigenschaften. Bei der Energiegewinnung des Organismus in den Mitochondrien jeder einzelnen Zelle spielt Coenzym Q10 eine wesentliche Rolle.

Anwendungsgebiete:

Entzündungsgeschehen, Einnahme bestimmter Arzneimittel, Anti-Aging und gesundes Altern, Hautpflege

Physiologische Bedeutung

Coenzym Q10 ist eine körpereigene Substanz, die zu den Vitaminoiden (Vitamin-ähnlichen Substanzen) zählt. Dabei handelt es sich um eine Stoffgruppe, die in begrenzter Menge vom Körper selbst produziert werden kann. Bei bestimmten physiologischen Veränderungen kann jedoch eine Zufuhr von außen notwendig werden, ähnlich wie bei den Vitaminen. Dieser Nährstoff ist deshalb bedingt essentiell. Im Körper kommt Coenzym Q10 in zwei biochemischen Formen vor, als Ubiquinon, das im Körper enzymatisch in die aktive Form Ubiquinol umgewandelt wird.

Schon der vom Lateinischen „ubique“ abgeleitete Name Ubiquinon deutet an, dass der Stoff „überall“ im Körper zu finden ist. Coenzym Q10 (kurz: Q10) ist als ein lebenswichtiger „Universaltreibstoff“ sowohl an der Sauerstoffaufnahme als auch an der Energieproduktion der Zellen entscheidend beteiligt und deshalb in allen Körperzellen vorhanden. Nur mit Hilfe von Coenzym Q10 kann der Körper Nahrung in Körperenergie umwandeln. Besonders stoffwechselaktive Gewebe wie das Herz, die Leber, die Nieren, die Muskeln, der Zahnhalteapparat und das Immunsystem haben deshalb einen hohen Bedarf an Coenzym Q10.

Als ein wirksames fettlösliches Antioxidans bewahrt Q10 Fette im Körper vor dem „ranzig werden“ das heißt, es schützt vor allem die Zellmembranen vor Oxidation durch freie Radikale. Gleichzeitig regeneriert es im Zusammenwirken mit anderen antioxidativen Mechanismen verbrauchtes Vitamin E so dass dieses wieder als Antioxidans wirken kann. Durch diese Radikalfänger-Eigenschaften stärkt Coenzym Q10 auch die Immunabwehr und hat positive Effekte auf den Alterungsprozess.

Präventive und therapeutische Anwendungsgebiete

Das ubiquitäre Vorkommen von Coenzym Q10 deutet darauf hin, dass es viele Stoffwechselprozesse und Organsysteme mitbeeinflusst und somit weitreichende Wirkung auf Vitalität und körperliche sowie geistige Leistungsfähigkeit hat.

Erkrankungen wie Bluthochdruck, Migräne, Parkinson Multipler Sklerose, Diabetes mellitus (Typ 2), Burn-out, Chronic-Fatigue-Syndrom gehen oft mit einem erniedrigten Coenzym-Q10-Spiegel einher.

Neuere Studien lassen den Schluss zu, dass Coenzym Q10 die Therapie dieser Krankheiten positiv unterstützen kann. Auch bei Herzerkrankungen und nach Operationen zeichnen sich Erfolg versprechende Wirkungen ab.

Beeinflussung radikalassoziierter Erkrankungen
Für Alterungsprozesse und zahlreiche degenerative Erkrankungen wie Arteriosklerose, Diabetes mellitus (Typ 2), Herzerkrankungen, Morbus Alzheimer werden Sauerstoffradikale verantwortlich gemacht. Die antioxidative Wirkung von Coenzym Q10 schützt Zellen und Blutgefäße und wirkt präventiv vor schädlichen Einflüssen und ihren Spätfolgen.

Gesundes Altern und Wohlbefinden
Das „Energie-Coenzym“ wirkt Alterungsprozessen und einem altersbedingten Leistungsabfall entgegen und stärkt die Stressresistenz.

Kardiologische Erkrankungen
Coenzym Q10 unterstützt eine effektive Sauerstoffversorgung und wirkt einer energetischen Verarmung des Herzmuskels entgegen, z.B. bei Angina pectoris und Herzinsuffizienz.

Statin-induzierte Nebenwirkungen lindern
Cholesterinsenker aus der Gruppe der Statine unterbrechen den Biosyntheseweg von Cholesterin, aus dem wiederum der Coenzym-Stoffwechsel abzweigt. Somit senken Statine nicht nur den Cholesterinspiegel, sondern hemmen auch die Coenzym-Eigensynthese, z.B. bei Atorvastatin etwa um die Hälfte. Aufgrund der weitreichenden Wirkungen von Coenzym Q10 wird in dem reduzierten Coenzym Spiegel die Ursache für Statin-induzierte Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen, Leistungsminderung und Krämpfe der Skelettmuskulatur sowie Leistungsstörungen des Herzmuskels gesehen. Erste klinische Erkenntnisse zeigen unter Coenzym Q10 eine deutliche Reduzierung der Muskelschmerzen.

Migräneprävention und Tinnitusbehandlung
Studien deuten darauf hin, dass eine gute Coenzym Q10-Versorgung die Migränehäufigkeit und
-intensität reduzieren kann. Auch in der Tinnitusbehandlung zeigen sich hoffnungsvolle Therapieerfolge.

Kinderwunsch und Spermienqualität
Coenzym Q10 verbessert Beweglichkeit und Anzahl der Spermien und hat somit einen positiven Effekt auf die Schwangerschaftsrate.

Integrative Onkologie
Tumorpatienten können im Rahmen einer therapeutisch begleiteten, integrativen individuellen Behandlung von Coenzym Q10 profitieren.

Hautpflege
Gut bekannt ist Coenzym Q10 auch als Bestandteil von Hautpflegeprodukten mit Anti-Aging-Effekt. Alle Q10-Effekte gelten in besonderem Maße für Hautzellen, und so nutzt die Kosmetikindustrie schon lange die zellschützenden Eigenschaften von Coenzym Q10 in Tages- und Nachtcremes.

Ernährung

Bei gesunden Menschen kann der tägliche Bedarf an Coenzym Q10 über eine ausgewogene Ernährung gedeckt werden. Zudem kann der Körper Coenzym Q10 auch in begrenztem Maß aus den entsprechenden Aminosäuren und verschiedenen B-Vitaminen selbst herstellen.

Coenzym Q10 kommt in folgenden Lebensmitteln ergiebig vor:
Fleisch, Fisch, Eidotter, Vollkornprodukte und kaltgepresste Pflanzenöle wie Oliven- und Weizenkeimöl.

Beispielhafte Coenzym Q10-Mengen:
10 g (1 EL) Olivenöl enthalten 0,3 mg; 100 g Schweinefleisch 3,3 mg; 100 g Sardinen 6,4 mg.

Erhöhter physiologischer Bedarf

Mit zunehmendem Alter (ab dem 40. Lebensjahr) sinkt die Coenzym Q10-Konzentration in den Zellen, speziell in den Herzmuskelzellen. Beim Vergleich von 80-Jährigen mit 20-Jährigen sind die Coenzym Q10-Werte um bis zu 50 Prozent verringert.

Für diese verminderten Coenzym-Q10-Werte lassen sich 3 Ursachen angeben:
– Die Eigenproduktion des Körpers nimmt mit dem Alter ab.
– Der Bedarf im Alter steigt durch vermehrten oxidativen Stress und freie Radikale
– Die Einnahme bestimmter Medikamente zum Beispiel cholesterinsenkender Mittel hemmt die Coenzym-Q10-Eigenproduktion.

Bei erhöhter psychischer und körperlicher Belastung, bei einem entzündlichen Infekt oder bei Einnahme bestimmter Arzneimittel kann der Coenzym Q10-Bedarf erhöht sein.

Erste Anzeichen für eine Q10-Unterversorgung können andauernde Müdigkeit und eine verringerte Belastbarkeit sein. Q10 kann die Regenerationszeiten verkürzen.

Substitution

Coenzym Q10 zählt zu den bedingt essentiellen Nährstoffen, deren Supplementierung bei erhöhtem physiologischem Bedarf sinnvoll und notwendig sein kann. Der besondere Stellenwert im Energiestoffwechsel macht diesen Nährstoff so wertvoll für Vitalität und Gesundheit.

Die Dosierung richtet sich nach dem individuellen Coenzym Q10-Bedarf. Schwangere, Stillende und Kinder sollten Coenzym Q10 nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen.

Coenzym Q10 ist fettlöslich und sollte daher zu oder nach einer fettreichen Mahlzeit, bevorzugt Frühstück oder Mittagessen, eingenommen werden.

Bei Einnahme blutverdünnender Mittel sollte die maximale Tagesdosis von 100 mg Coenzym Q10 nicht überschritten werden.

Unsere Empfehlung

Bei Coenzym Q10 schließen wir uns ganz Dr. Müller-Wohlfahrt, dem langjährigen Teamarzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft an, der zu diesem Stoff sagte: „Es ist schwer, bei Coenzym Q10 nicht ins Schwärmen zu geraten“.

Mittel aus der Klösterl-Apotheke

  • Coenzym Q10 (mit 30 mg Coenzym Q10 pro Kapsel), Nahrungsergänzungsmittel
  • Coenzym Q10-50-Kapseln, apothekenpflichtig
  • Coenzym Q10-100-Kapseln, apothekenpflichtig

 

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